Vom Klimawandel, Skeptikern und der politischen Mitte

Vom Klimawandel, Skeptikern und der politischen Mitte

Ein Gespräch mit Stella Schaller, Klima-Expertin beim der Berliner Denkfabrik adelphi

Audio: Kai Schmieding. Foto: SR/Marie Kribelbauer   27.02.2019 | 06:55 Uhr

Stella Schaller, Klima-Expertin beim der Berliner Denkfabrik adelphi, sieht eine große Gefahr im Streit der Anhänger und Gegner einer aufwändigen Anti-Klimawandel-Politik: Letztlich könne sich "die politische Mitte" verschieben, sagte sie im Gespräch mit SR-Moderator Kai Schmieding.

Während große Teile der weltweiten Politik sich auf die Fahnen geschrieben haben, etwas gegen den "menschengemachten Klimawandel" unternehmen zu wollen, stehen manche Parteien auch in Europa der gesamten Theorie skeptisch oder gar ablehnend gegenüber - die meisten von ihnen aus dem "rechtspopulistischen" Lager.

"Klimawandel permanent sichtbar"

Nach Erkenntnissen von Stella Schaller, einer Klima-Expertin bei der Berliner Denkfabrik adelphi, glaubten die Skeptiker, dass sich hinter der Klimapolitik der etablierten Parteien in Wahrheit eine "wirtschaftsschädigende Elitenpolitik" verberge, die lediglich hohe Kosten verursache.

Im Gespräch mit SR-Moderator Kai Schmieding widersprach Schaller dieser Sichtweise deutlich: Die Auswirkungen des Klimawandels seien ja permanent sichtbar. Eine große Gefahr des Klimawandel-Streits sehe sie darin, dass sich "die politische Mitte verschieben" könnte - auch auf europäischer Ebene.


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