"Diplomatie wird ihren Stellenwert in der Welt nicht verlieren"

"Diplomatie wird ihren Stellenwert in der Welt nicht verlieren"

Ein Interview mit Politikwissenschaftler Sascha Werthes, Universität Trier, über den G20-Gipfel in Buenos Aires

Audio: Katrin Aue / Onlinefassung: Rick Reitler   30.11.2018 | 12:40 Uhr

Auch wenn die internationale Diplomatie zurzeit mit besonders vielen Krisen zu kämpfen hat, ist das G20-Modell noch immer zeitgemäß, sagt der Trierer Politikwissenschaftler Sascha Werthes - nämlich als eine wichtige Arena für Verständigung und Koordination. Ein SR 2-Interview.

G20-Gipfel in Buenos Aires: Vertreter der 20 wichtigsten Industriestaaten treffen sich, um wieder einmal über die Zukunft von Wirtschaft, Finanzen, Arbeit, Umwelt und Ernährung zu sprechen. Doch kaum eins der Themen kommt wohl um die Kernfrage herum: Wie soll es mit den vielen Krisenherden und den schwächelnden internationalen Beziehungen überhaupt weiter gehen?

Viele Fragen abseits der Tagesordnung

Das sieht Sascha Werthes Politikwissenschaftler der Universität Trier, im SR-Gespräch genauso: Vor allem die Konfrontation zwischen der Ukraine und Russland wird wohl viel Zeit in Anspruch nehmen, sagte er im Gespräch mit SR-Politikredakteurin Katrin Aue. Auch die Position Saudi-Arabiens und die wachsende Zahl von Straf- bzw. Schutzzöllen im internationalen Handel werde die Spitzenpolitiker und Diplomaten beschäftigen. Für diese sei das Konzept G20 noch immer eine wichtige Arena für Verständigung und Koordination - wenn auch nicht die einzige.


Hintergrund:

tagesschau.de
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Offiziell stehen beim G20-Gipfel Themen wie Zukunft von Arbeit und Ernährung auf der Tagesordnung. Tatsächlich dürfte vor allem über aktuelle Krisen gesprochen werden - vom Asowschen Meer bis Zollstreit. Ein Überblick.


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Ein Thema in der Sendung "Bilanz am Mittag" vom 30.11.2018 auf SR 2 KulturRadio.

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