Übergangszeit für Brexit beschlossen

Übergangszeit für Brexit beschlossen

Ein Interview mit Brüssel-Korrespondent Andreas Meyer-Feist nach dem EU-Sondergipfel vom 25. November 2018

Audio: Kai Schmieding / Bild: dpa, XinHua / Onlinefassung: Rick Reitler   26.11.2018 | 07:45 Uhr

Der nächste Schritt zu einem geregelten Brexit ist getan: Am 25. November haben sich Großbritanniens Premierministerin Theresa May und die EU-Vertreter auf einem Brüsseler Sondergipfel auf eine Übergangszeit geeinigt, die bis zum Jahr 2022 dauern könnte.

In den Jahren bis 2020, womöglich sogar bis 2022, soll eine Art "Bestandsschutz" für EU-Bürger gelten, die auf britischem Territorium leben und arbeiten wollen; so lange muss Großbritannien weiter Haushaltsbeiträge zahlen; so lange aber wird London auch nicht mehr in der EU mitreden und auch nicht mehr an Europawahlen teilnehmen. So weit die Beschlüsse des EU-Sondergipfels vom 25. November, berichtete Brüssel-Korrespondent Andreas Meyer-Feist im Gespräch mit SR-Moderator Kai Schmieding.

Eine entscheidende Zeit

"In dieser Zeit entscheidet sich erst, was aus dem Brexit praktisch wird", sagte Meyer-Feist, "dann müssen nämlich nach der Scheidung neue Verträge ausgehandelt werden". Ein Aufrechterhalten des Freihandels ohne Zölle hat dabei offenbar gute Chancen, denn daran seien beide Seiten interessiert.


Mehr zum Thema:

tagesschau.de: Brexit
Bundesregierung ermahnt Briten
"Etwas Besseres gibt es nicht" - die Bundesregierung hat die Briten davor gewarnt, den Brexit-Vertrag im Parlament durchfallen zu lassen. Die Regierung in London wirbt für eine überparteiliche Mehrheit im Unterhaus.


Rückblick: Vor dem Sondergipfel

London-Korrespondent Jens Peter Marquardt
Brexit-Einzelheiten noch lange nicht besiegelt
Selbst wenn am Sonntag nach dem EU-Sondergipfel die Details zum Brexit endgültig beschlossen sein sollten, werde es noch jahrelangen Nachverhandlungsbedarf geben, meint London-Korrespondent Jens Peter Marquardt im Gespräch mit SR-Moderator Holger Büchner.

Ein Thema aus der Sendung "Der Morgen" vom 26.11.2018 auf SR 2 KulturRadio.

.

Artikel mit anderen teilen