"Es könnte eine effizientere Regierungsarbeit bedeuten"

"Es könnte eine effizientere Regierungsarbeit bedeuten"

Ein Gespräch mit ARD-Hauptstadtkorrespondent Torsten Huhn über den Rückzug von Horst Seehofer

Audio: Karin Mayer, Foto: dpa/Monika Skolimowska   12.11.2018 | 12:40 Uhr

Für Hauptstadtkorrespondent Torsten Huhn ist die Position Horst Seehofers seit dessen Rücktrittsankündigung vom Amt des CSU-Parteivorsitzes deutlich geschwächt. Das könnte bedeuten, dass die schwarz-rote Bundesregierung nun wieder "effizienter" arbeiten könnte, sagte Huhn im Gespräch mit SR-Moderatorin Karin Mayer.

"Das ist sicherlich nicht, was er wollte": Hauptstadtkorrespondent Torsten Huhn ist davon überzeugt, dass die angekündigte Freigabe des CSU-Parteivorsitzes durch Amtsinhaber Horst Seehofer nicht unbedingt freiwillig erfolgt ist. Vielmehr sei der Druck auf den 69-jährigen Ingolstädter inzwischen so stark geworden, dass Seehofer auch bald das Amt des Bundesministers werde aufgeben müssen - und zwar gegen seinen noch am Vormittag des 12. November erklärten Willen. Jetzt gehe es nur noch um einen "günstigen Zeitpunkt".

CSU nicht vor Wandel

In jedem Fall sei Seehofers Position nun deutlich geschwächt. Das wiederum könnte bedeuten, dass die schwarz-rote Bundesregierung wohl wieder "effizienter" arbeiten könnte, sagte Huhn im Gespräch mit SR-Moderatorin Karin Mayer voraus. In der CSU sehe er schon Zeichen der Erleichterung - nicht aber einen Wandel in der politischen Ausrichtung.


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