"Natürlich war er einer der entscheidenden Mitschuldigen"

"Natürlich war er einer der entscheidenden Mitschuldigen"

Ein Gespräch mit ARD-Hauptstadtkorrespondent Frank Aischmann über den Rückzug von Horst Seehofer

Audio: Johannes Kloth, Archivfoto: Pasquale D'Angiolillo   12.11.2018 | 08:15 Uhr

Für ARD-Hauptstadtkorrespondent Frank Aischmann ist Horst Seehofer über seinen "nicht sachorientierten" Politikstil und seine "Fokussierung auf das Thema Asyl" gestolpert. Jetzt müsse sich die CSU auf die Suche nach einem Nachfolger mit "scharfem, klarem, konservativen Profil" machen, so Aischmann im SR-Interview.

Horst Seehofer wird nach Medienberichten im Laufe der Woche eine persönliche Erklärung abgeben, in der er wohl den Fahrplan seines stufenweisen Rückzugs als CSU-Parteivorsitzender und als Bundesinnenminister erläutern wird. Seehofer zieht damit wohl die Konsequenzen aus der desaströsen Bayernwahl und den vielen Querelen in der Bundesregierung.

CSU: Scharfes, klares, konservatives Profil gesucht

Für ARD-Hauptstadtkorrespondent Frank Aischmann ist Seehofer letztlich vor allem über seinen "nicht sachorientierten" Politikstil und seine "Fokussierung auf das Thema Asyl" gestolpert. Gerade Letzteres ei beim bayerischen Wähler nicht gut angekommen, so Aischmanns Einschätzung. Jetzt müsse sich die CSU auf die Suche nach einem Nachfolger mit "scharfem, klarem, konservativen Profil" machen, der in Bayern vor allem die Problemfelder innere Sicherheit, Bauen und Heimat bedienen soll.


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