"Trump scheint eher auf 2020 abzuzielen"

"Trump scheint eher auf 2020 abzuzielen"

Ein Interview mit dem Politologen Marcus Müller, TU Kaiserslautern, zurzeit George Mason University Washington

Audio: Yvonne Schleinhege, Foto: dpa/AP/Jeff Roberson   06.11.2018 | 12:35 Uhr

Für den Republikaner Donald Trump sind die Kongresswahlen wohl weniger wichtig als die Wiederwahl ins Weiße Haus anno 2020, meint der Kaiserslauterner Politikwissenschaftler Marcus Müller im SR-Interview. Für die Demokraten gehe es um eine Richtungsentscheidung.

Die Reportage: Die Angst der Weißen
Trumps Anhänger vor den Halbzeitwahlen
Wie ist die Stimmung nach zwei Jahren Trump bei den Wählern? USA-Korrespondent Arthur Landwehr ist durchs Land gereist, um das herauszufinden. Entdeckt hat er vor allem eines: Die Angst der Weißen.


Bei den so genannten "Midterms", den traditionellen Kongresswahlen zur Halbzeit einer Präsidentschaftslegislatur in den USA, werden die Weichen für eine weitere Amtszeit des Präsidenten gestellt. Ist Donald Trumps Stern nach seinem extrem emotional geführtem Wahlkampf am Sinken - oder geht für ihn erst recht die Sonne auf?

"Richtungsentscheidung"

Auf jeden Fall geht es dem Republikaner Trump wohl schon jetzt eher um die Wiederwahl ins Weiße Haus anno 2020 als um den Erhalt des Status quo 2018 im Kongress, meint der Kaiserslauterner Politikwissenschaftler Marcus Müller im SR-Interview mit Yvonne Schleinhege. Aber auch für die Demokraten gehe es um eine Richtungsentscheidung: zwischen moderatem Politikstil oder progressivem Anti-Trump-Kurs.


Hintergrund

Bei den Kongress- oder Zwischenwahlen ("Midterms") in den USA am 6. November werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und ein Drittel der Senatorensitze vergeben. Sollten die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus zurückerobern, könnten sie die Politik von US-Präsident Trump blockieren.

tagesschau.de
Warum die Midterms so wichtig sind
Zwei Jahre nach dem Wahlsieg von Präsident Donald Trump stehen in den USA heute Kongresswahlen an. Oft werden die Midterms genutzt, um der Regierung in Washington einen Denkzettel zu verpassen. Diesmal auch?


Die Glosse zum Thema:

Kolumne
Midterms in Germany?
Was wäre, wenn auch in Deutschland nur alle zwei Jahre Wahlkampf wäre wie in den USA? Oder wenn es eine Amtszeitbegrenzung für RegierungschefInnen gäbe? Kolumnist Erik Heinrich hat sich anlässlich der "Midterms" in Amerika seine Gedanken darüber gemacht. Eine Glosse.

Ein Thema in der Sendung "Bilanz am Mittag" vom 06.11.2018 auf SR 2 KulturRadio.

Artikel mit anderen teilen