Altmaiers Plädoyer für die Stahlindustrie

Altmaier will für die Stahlindustrie kämpfen

Audio: Jochen Erdmenger, Florian Mayer / Foto: WDR/Phoenix   23.10.2018 | 07:15 Uhr

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich auf dem ersten deutschen Stahlgipfel in Saarbrücken für den Erhalt der Stahlindustrie in Deutschland und Europa stark gemacht.

Der Standort Deutschland sei "so umweltfreundlich wie nur irgendein anderer Standort in der Welt" und brauche sich nicht zu entschuldigen, sagte der gebürtige Saarländer. Bei seiner Reise nach Peking im Frühjahr 2019 werde er sich gegen das Überangebot der "im Grunde nicht wettbewerbsfähigen" Stähle aus China einsetzen, versprach Altmaier den Stahlarbeitern.


Hintergrund

Politik & Wirtschaft
Länder beschließen Stahl-Allianz
Am 22. Oktober haben mehr als 2000 Vertreter der sechs stahlproduzierenden Bundesländer, der Industrie und der Gewerkschaften beim ersten deutschen Stahglgipfel in der Saarlandhalle Saarbrücken eine "Stahl-Allianz" geschmiedet. Dessen Zweck ist es, Deutschland und Europa als einen starken Stahlstandort zu erhalten. Die Branche hat vor allem mit Klima-Auflagen für die Stahlindustrie, mit den weltweiten Überkapazitäten und der Zoll-Problematik zu kämpfen.


Die Meinung:

Der Kommentar: "Der erste deutsche Stahlgipfel war eine Lobby-Veranstaltung"
Audio [SR, Uli Hauck, 23.10.2018, Länge: 1:38 Min.]
Der Kommentar: "Der erste deutsche Stahlgipfel war eine Lobby-Veranstaltung"
In einem achtseitigen Abschlusspapier fordern die Teilnehmer des ersten deutschen Stahlgipfels unter anderem Entlastungen für die deutschen Stahl-Unternehmen beim Klimaschutz. Ansonsten könnte es ab 2021 teuer werden: Arbeitsplätze stünden dann auf der Kippe. SR-Wirtschaftsredakteur Uli Hauck warnt die Politik mit Verweis auf den aktuellen Diesel-Streit allerdings vor Lobby-Hörigkeit. Lobby-Arbeit o.k. - aber bitte keine Blauäugigkeit, so seine Meinung zum Stahlgipfel.


Mehr zum Thema:

Im Interview: Dr. Michael Angrick
Umweltbundesamt hofft auf Innovationswille der Stahlindustrie
Dr. Michael Angrick, Vizepräsident des Umweltbundesamtes und Leiter der Emissionshandelsstelle, rät der Stahlindustrie, endlich auf weniger CO2-erzeugende Verfahren zu setzen. Als Alternative zur Kohle empfiehlt er weniger schädliche, aber auch teurere Erdgas- oder Wasserstoff-Verfahren für die Stahlproduktion.


Archiv: Feature

Ein Thema aus der Sendung "Der Morgen" vom 21.10.2018 auf SR 2 KulturRadio.

Artikel mit anderen teilen