Union nachdenklich, SPD in Schockstarre

Union nachdenklich, SPD in Schockstarre

Ein Gespräch mit ARD-Hauptstadtkorrespondentin Isabel Reifenrath am Morgen von Tag zwei nach der Bayern-Wahl

Audio: Jochen Marmit, Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka, Onlinefassung: Rick Reitler   16.10.2018 | 07:15 Uhr

Absturz bei der CSU, Halbierung der Stimmen für die SPD... Die Wahl in Bayern hat gezeigt: "Es ist viel Vertrauen verloren gegangen in die politischen Akteure". Genau das hat auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Tag nach der Wahl zugegeben. Nun wolle sie "stärker dafür Sorge" tragen, "dass dieses Vertrauen da ist und damit auch die Resultate unserer Arbeit sichtbar werden." Dies werde sie auch "mit allem Nachdruck tun", versprach die Kanzlerin am Tag nach der Wahl.

Strategie zu Seehofers Zukunft?

Dieser "Tenor der Selbstkritik" komme gut "bei den CDU-Leuten" an, meint Isabel Reifenrath vom ARD-Hauptstadtstudio im Gespräch mit SR 2-Moderator Jochen Marmit. Sie gehe davon aus, dass die Spitzen von CSU und CDU hinter den Kulissen bereits über eine "Strategie" zur Zukunft von Bundesinnenminister Horst Seehofer nachgedacht hätten. Seehofer selbst hatte im ZDF einen Rücktritt als CSU-Chef vorerst ausgeschlossen, weil er aktuell keine Personaldiskussion führen wolle.

Auch alle übrigen Spitzen-Akteure wollen sich offenbar nicht in neue öffentliche Personaldebatten verwickeln lassen, sondern sich ausschließlich auf ein besseres Abschneiden bei der Landtagswahl in Hessen konzentrieren - auch die SPD. Die Sozialdemokraten stehen nach Einschätzung von Reifenrath ohnehin "in der Schockstarre".

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