"Die Welt nach 1918 ähnelt insgesamt unserer Welt wieder relativ stark"

"Die Welt nach 1918 ähnelt insgesamt unserer Welt wieder relativ stark"

Ein Gespräch mit dem Berliner Historiker Prof. Oliver Janz über die aktuelle politische Weltlage

Audio: Katrin Aue. Foto (dpa): Diese vier Männer entschieden 1919 nahezu alleine über den Inhalt des Versailler Vertrages: Die Ministerpräsidenten David Lloyd George (England), Vittorio Emanuele Orlando (Italien), Georges Benjamin Clemenceau (Frankreich) und der damalige US-amerikanische Präsident Woodrow Wilson   11.10.2018 | 12:55 Uhr

Drohen angesichts schlechter Wirtschaftsnachrichten und internationaler Handelsstreitigkeiten demnächst wieder mehr Kriege auf dem Globus? Immerhin gibt es ja durchaus Parallelen zur Zeit zwischen den Weltkriegen, die nicht lange nach dem Versailler Vertrag in den Zweiten Weltkrieg mündete. Das sieht auch der Historiker Prof. Oliver Janz von der FU Berlin so - und hat deshalb die Tagung "Das Ende des Ersten Weltkriegs zwischen Erinnerung und aktueller Herausforderung" organisiert.

Parallelen zwischen 1918 und 2018

SR 2-Politikredakteurin Katrin Aue hat mit Janz darüber gesprochen, was wir vom Gestern für das Heute lernen können. Er ist davon überzeugt, "dass der Frieden und auch der Frieden in Europa wirklich erkämpft werden muss" - so Janz im Interview. Denn die "Welt nach 1918" ähnele "insgesamt unserer Welt wieder relativ stark". Überhaupt gingen einige der aktuellen Krisen auf die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg zurück - etwa der Ukraine-Konflikt oder der Palästina-Konflikt.

Ein Thema in der Sendung "Bilanz am Mittag" vom 11.10.2018 auf SR 2 KulturRadio.

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