"Der Katalonien-Konflikt hat nur geschlafen"

"Der Katalonien-Konflikt hat nur geschlafen"

Ein Interview mit Auslandskorrespondent Marc Dugge

Holger Büchner   01.10.2018 | 07:45 Uhr

Vor genau einem Jahr, am 1. Oktober 2017, schickte die katalonische Regionalregierung seine Bürgerinnen und Bürger an die Wahlurne: Das Unabhängigkeitsreferendum ging mit Demonstrationen, Zusammenstößen mit der Polizei und unter ausdrücklicher Missachtung der spanischen Staatsregierung in Madrid über die Bühne. Die Mehrheit der Katalanen stimmte für die Abspaltung von Spanien. Seitdem steht die Region unter Zwangsverwaltung; es kam zu Verhaftungen von Politikern, und der damalige Regionalpräsident Carles Puigdemont floh ins belgische Exil.

Keine Ruhe zu erwarten

Der Interessenkonflikt ist noch immer "zumindest nicht beigelegt", wie Korrespondent Marc Dugge im SR 2-Interview erläutert. Auch am Jahrestag des Referendums werde es wohl wieder zu "öffentlichkeitswirksamen Aktionen" der Separatisten kommen.


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