"Die gefährlichste Rede der letzten 33 Jahre"

"Die gefährlichste Rede der letzten 33 Jahre"

Ein Interview mit Schweiz-Korrespondent Andreas Zumach

Audio: Kathrin Aue, Foto: dpa/Xinhua/Li Muzi, Onlinefassung: Rick Reitler   26.09.2018 | 12:35 Uhr

Geteilte Meinungen am 25. September, dem ersten Tag der UN-Generaldebatte in New York: Nachdem UN-Chef Antonio Guterres vor Polarisierungen und Populismus angesichts einer schwierigen Weltlage gewarnt hatte, sprach sich US-Präsident Donald Trump in seiner stellenweise von Gelächter begleiteten Rede für einen Kurs des Patriotismus und gegen "globalistische" Politik aus.

Schlechtes Vorbild für die ganze Welt

Im SR 2-Interview lässt der Schweiz-Korrespondent Andreas Zumach kein gutes Haar am Standpunkt von Trump: Wenn eine derart gewichtige Großmacht wie die USA "ganz offensichtlich nationale Eigeninteressen egoistisch in den Vordergrund" stelle, dann werde dies weltweit "zu einem schlechten Vorbild" - gerade für "weniger demokratisch regierte Staaten und ihre Regime".

Trumps Rede sei für ihn "die gefährlichste Rede", die er in den "letzten 33 Jahren" in seiner Funktion als UNO-Korrespondent gehört habe. Er selbst hege inzwischen Zweifel daran, ob es die Vereinten Nationen in ihrer aktuellen Form in zehn Jahren überhaupt noch geben werde.


Hintergrund

tagesschau.de
Trump lobt sich - und verteufelt andere
Der Saal ist voll besetzt - gespannt warten alle auf die UN-Rede von US-Präsident Trump. Doch dann kam das, was die Zuhörer geahnt hatten. Sie reagierten mit ungläubigem Lachen darauf.

Ein Thema in der Sendung "Bilanz am Mittag" vom 26.09.2018 auf SR 2 KulturRadio.

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