Ein KFZ-Mitarbeiter untersucht ein Dieselfahrzeug. (Foto: dpa)

Der Dieselskandal und seine Folgen

Interview: Stephan Deppen / Studiogespräch: Holger Büchner und Karin Mayer / Kommentar: Stephan Deppen   18.09.2018 | 15:00 Uhr

Die ersten Enthüllungen um gefälschte Abgastests bei VW-Dieselmotoren waren ein Skandal. Drei Jahre später ist die Dieselaffäre immer noch Thema: Es wird über die Folgen des Betrugs für Autobauer und Verbraucher debattiert, Alternativen wie Elektroautos stehen im Fokus.

"Der Diesel hat jetzt tragischer Weise ein riesiges Image-Problem"
Audio [SR 2, Stephan Deppen, 18.09.2018, Länge: 06:29 Min.]
"Der Diesel hat jetzt tragischer Weise ein riesiges Image-Problem"
Der Dieselskandal hat die gesamte Betrachtung von Leistung, Verbrauch und Umweltbelastung von Diesel-Fahrzeugen verändert. Über das Thema hat SR 2-Moderator Stephan Deppen mit Dirk Gulde vom Magazin "Auto Motor und Sport" gesprochen.

Chance vertan! - Kommentar zu drei Jahren Dieselskandal
Audio [SR 2, Stephan Deppen, 18.09.2018, Länge: 03:25 Min.]
Chance vertan! - Kommentar zu drei Jahren Dieselskandal
Seit Bekanntwerden des Dieselskandals wird in Deutschland darüber gestritten, wer verantwortlich ist und wie man den Schaden wiedergutmachen könnte. Aber: Die Regierung habe bisher nur an dem Symptomen gearbeitet, die Chance einer grundlegenden Diskussion über die Mobilität der Zukunft sei vertan worden, meint SR-Reporter Stephan Deppen in seinem Kommentar.

Drei Jahre Dieselskandal – Auswirkungen auf das Saarland
Audio [SR 2, Holger Büchner / Karin Mayer, 18.09.2018, Länge: 04:53 Min.]
Drei Jahre Dieselskandal – Auswirkungen auf das Saarland
Seit drei Jahren wird in Deutschland über den Dieselskandal gestritten. Mittlerweile gibt es erste Fahrverbote. SR 2-Moderator Holger Büchner hat mit SR-Wirtschaftsredakteurin Karin Mayer über die Folgen des Skandals für das Saarland gesprochen. Sie meint: "Der Fahrzeugbau steht vor großen Veränderungen. Der Dieselskandal verstärkt das noch."

Hintergrund

Am 18. September 2015 veröffentlichen US-amerikanische Umweltbehörden ihren Befund: VW soll die Abgastests seiner Dieselmodelle manipuliert haben. So verbrauchen die Dieselautos auf der Straße deutlich mehr als auf dem Prüfstand. Der Wolfsburger Autokonzern muss – auf dem Zenit seines internationalen Erfolges - einräumen, gepfuscht zu haben. Wenige Tage später trat der damalige VW-Vorstandschef Martin Winterkorn zurück.

Bis heute wird der Skandal aufgearbeitet. Es wurden zahlreiche Analysen des Betrugs gefertigt, von Aktionären und Anwälten wurden Entschädigungen gefordert. Diese Forderungen belaufen sich zum jetzigen Zeitpunkt auf ca. 27 Millionen Euro.

Themen der Sendung "Der Morgen" und "Bilanz am Mittag" vom 18.09.2018 auf SR 2 KulturRadio.

Artikel mit anderen teilen