Fusion von Karstadt und Kaufhof: „Auf jeden Fall ein guter Schritt“

Fusion von Karstadt und Kaufhof: "Auf jeden Fall ein guter Schritt"

Ein Interview mit Professor Thomas Roeb, Handelsexperte

Audio: Karin Mayer   06.09.2018 | 16:53 Uhr

Die geplante Fusion der Warenhausketten Karstadt und Kaufhof hat die vielleicht letzte große Hürde genommen. Die Banken haben dafür grünes Licht gegeben. Der Zusammenschluss könnte bundesweit tausende Jobs kosten. Über die Fusion und ihre Folgen hat SR 2-Moderatorin Karin Mayer mit dem Handelsexperten Prof. Thomas Roeb von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg gesprochen.

Der Handelsexperte Thomas Roeb erwartet, dass es durch die Fusion von Karstadt und Kaufhof auch zur Schließung von Standorten kommen wird. Im SR-Interview sagte er, das werde aber "kein Massenphänomen" sein. Schließlich brauche der Konzern auch die Umsätze aus diesen Warenhäusern. Gerade in kleinen und mittleren Städten sei das Warenhaus weiter ein wichtiger Anlaufpunkt. Arbeitsplatzverluste seien nicht zu vermeiden, schließlich sei zu erwarten, dass die Unternehmenszentralen fusioniert würden.

Hintergrund:

Der Zusammenschluss der Warenhausketten Karstadt und Kaufhof ist offenbar perfekt. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung stimmten die Banken der Fusion zu.

Nach Bekanntwerden der Kaufhof-Übernahme durch Karstadt betonte der saarländische Landesverband Einzelhandel und Dienstleistung, wie wichtig die Warenhäuser Kaufhof und Karstadt für die Saarbrücker Innenstadt seien. Hauptgeschäftsführer Fabian Schulz sagte dem SR, die Schließung eines Warenhauses wäre eine Katastrophe für den Handel und für die Landeshauptstadt. Die Häuser hätten überregionale Bedeutung und eine lange Tradition.

Durch den Zusammenschluss von Karstadt und Kaufhof entsteht der zweitgrößte Warenhaus-Konzern in Europa.

Ein Thema in der Sendung "Bilanz am Abend" vom 06.09.2018 auf SR 2 KulturRadio.

Artikel mit anderen teilen