Das Saarland auf dem Weg zum "Gamerland"?

Das Saarland auf dem Weg zum "Gamerland"?

Die Landesregierung will die saarländische Computerspielbranche mit 100.000 Euro jährlich fördern

Thomas Shihabi / Florian Mayer   31.08.2018 | 10:40 Uhr

Am 31. August hat die saarländische Landesregierung Art und Ausmaß ihres Programms zur "Spiele-Entwicklungsförderung“ vorgestellt: 100.000 Euro "Anschubfinanzierung" pro Jahr sollen bereit gestellt werden. "Gaming ist Kulturgut", so lautet nach Jahren der Skepsis in der Politik nun das Bekenntnis von Ministerpräsident Tobias Hans.

Die Landesmedienanstalt im Saarland (LMS) will künftig auch Videospielentwickler im Saarland unterstützen. Ein Drei-Säulen-Programm, bestehend aus einem Förderpreis von bis zu 10.000 Euro, Weiterbildungsangeboten und Vernetzungsmöglichkeiten, wurde am 31. August von LMS-Chef Uwe Conradt und Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) vorgestellt.

Video [aktueller bericht, 31.08.2018, Länge: 2:51 Min.]
Förderung für saarländische Spiele-Entwickler

"Gaming ist Kulturgut"

Die Landesregierung stellt für das Programm insgesamt 100.000 Euro zur Verfügung, um ein größeres Stück des allein in Deutschland 3,3 Milliarden schweren Spielemarkt-Kuchens ins Saarland zu holen.

Hans bezeichnete mit Blick auf den IT-Standort die Videospielförderung als "echten Baustein" für die Zukunft des Saarlandes. Er hatte ein entsprechendes Engagement bereits vor wenigen Tagen auf der Gamescom in Köln angekündigt, der größten Videospielmesse der Welt. "Gaming ist Kulturgut", so lautet nach Jahren der Skepsis in der deutschen Politik nun das Bekenntnis des saarländischen Ministerpräsidenten.


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