"Trump schießt sich ins eigene Bein"

"Trump schießt sich ins eigene Bein"

Ein Gespräch mit China-Experte Wolfgang Hirn

Holger Büchner   10.07.2018 | 07:45 Uhr

Deutschland und China haben in handelspolitischen Fragen inzwischen "viel, viel mehr Gemeinsamkeiten" als die alten Partner USA und Deutschland - davon ist jedenfalls China-Kenner Wolfgang Hirn überzeugt. Im SR 2-Interview gab er zu bedenken, dass bei den aktuellen internationalen Strafzoll-Streitigkeiten am Ende Donald Trump der Verlierer sein könnte.

Donald Trump gegen Europa, Donald Trump gegen China: Der starke Mann im Weißen Haus sorgt mit seiner Strafzoll-Politik derzeit für große Belastungen für die internationalen Handelsbeziehungen. Und mittendrin steht Deutschland mit seiner Autoindustrie, die in den Vereinigten Staaten produziert, aber nach China liefert.

"Vor allem BMW ist betroffen"

Für den China-Experten Wolfgang Hirn besteht trotzdem kein allzu großer Grund zur Sorge: Deutschland und China hätten in wirtschafts- und handelspolitischen Fragen inzwischen "viel, viel mehr Gemeinsamkeiten" als die alten Partner USA und Deutschland. Zudem öffne sich der chinesische Markt "mit kleinen Schritten" immer mehr für ausländische Investoren, stellte Hirn im Gespräch mit SR 2-Moderator Holger Büchner fest. Am Ende könnte Trump der Verlierer sein, wenn beispielsweise BMW auf den steigenden Druck reagieren sollte, indem es Produktionsanteile von den USA nach China verlagerte.

Sonntag, 27. Mai, 9.04 bis 10.00 Uhr: Fragen an den Autor
Wolfgang Hirn: Chinas Bosse
China erobert die Weltmärkte, doch über Firmen und Wirtschaftsbosse wissen wir so gut wie nichts. Wer steckt hinter den kaufkräftigen Unternehmensgiganten? Das hören Sie am Sonntag, 27. Mai, in "Fragen an den Autor."

Der SR 2-Buchtipp:

Wolfgang Hirn: Chinas Bosse
Campus Verlag 2018, 284 Seiten, 26,00 Euro
ISBN-10: 3593508745
ISBN-13: 978-3593508740

Über dieses Thema wurde in der Sendung "Der Morgen" vom 10.01.2018 auf SR 2 KulturRadio berichtet.

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