Donald Trump (Foto: dpa)

"Ein einmaliger Schlag wird nichts in Syrien verändern"

Ein Gespräch mit der Washington-Korrespondentin Martina Buttler

Johannes Kloth / Onlinefassung: Axel Weber   16.04.2018 | 08:25 Uhr

Die USA, Großbritannien und Frankreich haben den Befehl gegeben vermeintliche Giftgasanlagen in Syrien zu bombardieren. Eine direkte Konfrontation mit Russland konnte dabei jedoch verhindert werden. Washington-Korrespondentin Martina Buttler berichtet im Gespräch mit Johannes Kloth über Zustimmung und Kritik an dem Angriff sowie die gespaltene Rolle Donald Trumps.

Für seinen Militärschlag gegen Syrien habe Donald Trump Zustimmung von Republikanern sowie Demokraten bekommen, berichtet Washington-Korrespondentin Martina Buttler im Gespräch mit SR 2 KulturRadio. Viele Befürworter würden gleichzeitig aber auch bemängeln, dass eine notwendige und langfristige Strategie für Syrien nicht in Sicht sei. "Ein einmaliger Schlag wird nichts in Syrien verändern", resümiert Buttler. Dies sei im Endeffekt nur symbolisch.

Nach einem mutmaßlichen Giftgasangriff auf die syrische Stadt Duma hatten die USA, Großbritannien und Frankreich Vergeltungsmaßnahmen angekündigt und vermeintliche Chemiewaffenzentren in Syrien bombardiert.

"Syrien ist für Trump ein schwieriges Feld"

Die US-Regierung habe in der letzten Zeit immer wieder betont, dass es nicht nur um eine militärische Antwort ginge, sondern auch wirtschaftlicher Druck ausgeübt und auf diplomatische Kanäle zurückgegriffen würde. "Syrien ist für Trump ein schwieriges Feld", erklärt Buttler. Er habe immer versucht sich aus dem Konflikt möglichst herauszuhalten und habe noch vor kurzem betont, er wolle die US-Truppen so schnell wie möglich aus Syrien abziehen. "Donald Trump ist hin- und hergerissen". Seine Positionen hätten sich in den letzten Wochen deutlich verändert, so Buttler.

Über dieses Thema wurde in der Sendung "Der Morgen" vom 16.04.2018 auf SR 2 KulturRadio berichtet.