Nein zu No-Billag: "Die Debatte wird jetzt fortgeführt werden"

"Die Debatte wird jetzt fortgeführt werden"

Hochrechnungen in der Schweiz: Nein zu No-Billag

Frank Hofmann   04.03.2018 | 14:01 Uhr

Die Initiative für die Abschaffung der Schweizer Rundfunkgebühren ist laut erster Hochrechnung gescheitert. Rund 70 Prozent haben sich demnach für die Beibehaltung der Abgaben ausgesprochen. SR 2-Moderator Frank Hofmann hat mit Dietrich Karl Mäurer, ARD-Korrespondent in Zürich, über die Entscheidung der Schweizer gesprochen.

Hintergrund

Am Sonntag haben die Schweizer und Schweizerinnen in einem Referendum über die Abschaffung oder Beibehaltung der Rundfunkgebühren entscheiden können. Für die Schweizer geht es pro Haushalt um umgerechnet rund 390 Euro im Jahr.

Im Kern hatte die so genannte No-Billag-Initiative die Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in unserem südlichen Nachbarland zum Ziel. Nach einem monatelangen Abstimmungswahlkampf haben die Schweizer die Abschaffung der Rundfunkgebühren allerdings mit deutlicher Mehrheit abgelehnt.

Auch in Deutschland wurde die Entscheidung mit Spannung erwartet. Denn auch hier gibt es immer wieder zum Teil harsche Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Der Deutsche Journalisten-Verband erwartet von der Entscheidung in der Schweiz positive Signale für die deutsche Debatte.

tagesschau.de
Schweiz: Mehrheit für Rundfunkgebühren
Die Initiative für die Abschaffung der Schweizer Rundfunkgebühren ist laut erster Hochrechnung gescheitert. Rund 70 Prozent haben sich demnach für die Beibehaltung der Abgaben ausgesprochen.


Mehr zum Thema

Medienexperte Prof. Stephan Russ-Mohl
"Wir brauchen dieses Informationsangebot"
Der Medienwissenschaftler Prof. Stephan Russ-Mohl hält das Programm des öffentlich-rechtlichen Rundfunks der Schweiz für so wertvoll, dass er die Billag-Gebühr nicht abschaffen würde. Er fühle sich trotzdem "sehr hin- und hergerissen", sagte er im Gespräch mit SR 2-Moderator Jochen Erdmenger.

Über dieses Thema wurde in der Sendung "Canapé" vom 04.03.2018 auf SR 2 KulturRadio berichtet.

Artikel mit anderen teilen