Barbara Eschen, Sprecherin der Nationalen Armutskonferenz (Foto: dpa/Britta Pedersen)

Jedes fünfte Kind ist arm

Ein Gespräch mit Barbara Eschen, Sprecherin der Nationalen Armutskonferenz

Ursula Thimany-Johannsen   07.10.2017 | 13:00 Uhr

Als Sprecherin der Nationalen Armutskonferenz in Berlin macht Barbara Eschen Lobbyarbeit für Mittellose. In Deutschland sieht sie viel Handlungsbedarf - vor allem in drei Bereichen: bei der Kinderarmut, bei der Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum und bei Arbeitsplätzen, die vor Armut schützen.

"Wir brauchen vor allem eine armutsfeste Versorgung der Kinder, das betrifft jedes fünfte Kind", sagte Barbara Eschen, die Sprecherin der Nationalen Armutskonferenz, im Gespräch mit SR 2-Redakteurin Ursula Thilmany-Johannsen.

Eschen forderte mehr Sozialwohnungen in größeren Städten, "sonst kommen wir gar nicht mehr zurecht". Gute Arbeitsplätze stünden ebenfalls auf der Agenda der Armutskonferenz: Der Mindestlohn sei zwar ein Anfang, reiche aber in Höhe und Verpflichtungsgrad für Arbeitgeber noch nicht aus. "Es ist ein ganz wichtiger Punkt, dass Menschen von ihrer Arbeit leben können und dass sie später auch mal von ihrer Arbeit eine Rente beziehen können, mit der sie leben können."

Ein Interview aus der Sendung "Religion und Welt" vom 7. Oktober 2017.

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