Was kommt nach dem Aus für die Home Office-Pflicht?

Was kommt nach dem Aus für die Home Office-Pflicht?

Ein Gespräch mit SR-Reporterin Sarah Sassou über das Ende der Home Office-Pflicht für Arbeitegeberinnen und Arbeitgeber

Katrin Aue. Onlinefassung: Rick Reitler   30.06.2021 | 07:45 Uhr

Ab dem 1. Juli müssen die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber in Deutschland keine Home-Office-Arbeitsplätze mehr ermöglichen, selbst wenn dies machbar wäre. Doch offenbar wird es für viele Beschäftigte im Saarland beim Arbeiten vom heimischen Schreibtisch aus bleiben, wie SR-Reporterin Sarah Sassou berichtet.

Nach dem 30. Juni 2021 endet die so genannte "Bundesnotbremse" - und damit u. a. auch die Pflicht für Unternehmen, wenn irgend möglich Home-Office anzubieten. Damit heißt es für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zurück ins Büro.

Viele werden zuhause bleiben

Doch offenbar sind viele Arbeitgeber flexibler geworden, wie SR-Reporterin Sarah Sassou festgestellt hat. Denn die technischen Probleme vom Frühjahr 2020 hätten sich "weitgehend eingependelt".

Im Saarland gingen Arbeitskammer und die Industrie- und Handelskammer (IHK) davon aus, dass jeder siebte oder achte Beschäftigte bis auf Weiteres im Home-Office arbeiten werde. "Nicht jeden Tag, aber zumindest ein paar Tage die Woche, und das ist natürlich auch abhängig von der Branche und der Tätigkeit", stellte Sassou klar.

Zuweilen Dreifachbelastung

Einen Leistungsabfall habe man nach einer Umfrage des Fraunhofer-Instituts unter Arbeitgebern nicht beobachten können - zumindest nicht bei jenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die im Home-Office nicht noch zusätzlich Kinder zu betreuen gehabt hätten. Besonders Frauen hätten sich allerdings über eine Dreifachbelastung zwischen Home-Office, Home-Schooling und Haushaltsarbeit beklagt.


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Ein Thema u. a. in der Sendung "Der Morgen" vom 30.06.2021 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben zeigt eine Mutter mit ihrer Tochter am Laptop (Foto: Pixabay/finelightarts).

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