Geschichte weitererzählen: Der Rabbiner Schlomo Rülf

Geschichte weitererzählen: Der Rabbiner Schlomo Rülf

Ein Film von Gabi Heleen Bollinger (Wh.)

SR Fernsehen  

In dieser SR-Dokumentation geht es um die Geschichte des Rabbiner Schlomo Rülf, der während der NS-Zeit aus Deutschland emigrierte und sich beim Völkerbund für die Juden an der Saar einsetzte. Am Sonntag, 6. Juni, ab 14.00 Uhr im SR Fernsehen - oder schon jetzt online.

Sendung: Sonntag 06.06.2021 14.00 Uhr

80 Jahre nach der Auswanderung des Saarbrücker Rabbiners Friedrich Salomon Rülf nach Palästina erzählt seine Tochter Yedida ihrem Enkel Yehuda von seinem Urgroßvater. In seiner neuen Heimat Israel hat er mitgeholfen, das Schulwesen für eine freie jüdische Jugend aufzubauen.

Friedrich Salomon Rülf wurde 1896 in Braunschweig geboren. Nach Studium und Promotion in Breslau war Rülf im Ersten Weltkrieg Feldhilfsrabbiner.

Eine Atmosphäre der Internationalität

1929 kam er als Rabbiner der jüdischen Gemeinde nach Saarbrücken. Das Saargebiet unterstand damals einer Regierungskommission des Völkerbunds. "Im Land herrschte eine Atmosphäre der Internationalität", schrieb Rülf später in seiner Autobiografie. Dennoch kam es schon vor der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler zu antisemitischen Ausschreitungen, die sich im Abstimmungskampf in brutaler Gewalt äußerten.

Rülf setzte sich beim Völkerbund für die Juden an der Saar ein und wurde Mitinitiator des "Römischen Abkommens": Es beinhaltete, dass jüdische Emigranten nach der Rückgliederung an Hitler-Deutschland  bis März 1936 ihr Vermögen mitführen konnten. Er selbst fand mit Frau und fünf Kindern in Nahariya eine neue Heimat und  baute dort eine moderne Gesamtschule auf.

Die Dokumentation geht mit Rülfs Tochter Yedida Kaouly auf Spurensuche.

Ein Film von Gabi Heleen Bollinger


Mehr zum Thema im Archiv:

HörStoff
Beter und Kämpfer - Der Rabbiner Schlomo Rülf
Als die jüdische Gemeinde in Saarbrücken 1929 einen neuen Rabbiner sucht, fällt die Wahl auf den Theologen, Philosophen und Pädagogen Dr. Schlomo Rülf. Damit können er und seine Familie Deutschland verlassen. 1935 aber stimmen die Saarländerinnen und Saarländer für die Parole "Heim ins Reich"...


Das SR Fernsehen wiederholt den Dokumentarfilm anlässlich des Jubiläums "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland".

Artikel mit anderen teilen

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja