Tipps gegen den Lockdown-Stress

Tipps gegen den Lockdown-Stress

Ein Gespräch mit der Neuropsychologin Prof. Lena Jelinek

Katrin Aue. Onlinefassung: Rick Reitler   19.01.2021 | 08:55 Uhr

Um besser mit den Belastungen der Lockdown-Maßnahmen klarzukommen, empfiehlt die Neuropsychologin Prof. Lena Jelinek vor allem einen strukturierten Tagesablauf mit festen Schlafzeiten, regelmäßigen und ausgewogenen Mahlzeiten und ausreichender Bewegung.

Nach rund elf Monaten Corona-Krise sind viele Menschen mürbe geworden: Die Angst vor noch schärferen Verordnungen, dem Niedergang der Wirtschaft und unabsehbare Folgeschäden für jeden Einzelnen und die Gesellschaft als Ganzes sitzt bei vielen weit tiefer als die Angst vor einer Ansteckung.

Hohe Anpassungsfähigkeit

Im Gespräch mit SR-Moderatorin Katrin Aue blickt die Hamburger Neuropsychologin Prof. Lena Jelinek trotzdem optimistisch in die Zukunft - wegen der "Anpassungsfähigkeit" des Menschen: "Wir können sogar an schwierigen Situationen wachsen", davon ist die Wissenschaftlerin überzeugt.

Den Tag strukturieren

Um besser mit der aktuellen Situation im Alltag klarzukommen, empfiehlt sie vor allem einen strukturierten Tagesablauf mit festen Schlafzeiten, regelmäßigen und ausgewogenen Mahlzeiten und mit ausreichender Bewegung.


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Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" am 19.01.2021 auf SR 2 KulturRadio. Das Symbolbild ganz oben zeigt einen Mann, der auf einer Bank den Blick in eine verschneite Landschaft genießt (Archivfoto: pixabay [CC0]).

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