Der Saatgut-Tresor auf Spitzbergen

"Wieder geöffnet!"

Auf Spitzbergen wird das Saatgut von Nutzpflanzen gesichert

Michael Marek   19.04.2020 | 15:25 Uhr

Im norwegischen Svalbard auf Spitzbergen liegt "Seed Vault", die weltweit größte Saatgutbank für Nutzpflanzen. Für Krisen- und Katastrophenzeiten werden hier über eine Millionen Samen aus aller Welt gesichert. Kurz vor Ausbruch der Corona-Krise war Michael Marek noch vor Ort.

Als der "Svalbard Global Seed Vault" auf Spitzbergen vor zwölf Jahren eingerichtet wurde, hat das weltweit für Aufsehen gesorgt. Hier werden Samen aus 249 Länder der Welt gelagert. Der "Weltweite Saatgut Tresor Spitzbergen" ist ein Backup für den Fall, dass regionale Genbanken für Saatgut durch Kriege, Katastrophen oder den Klimawandel vernichtet werden.

Longyearbyen im norwegischen Spitzbergen ist gut 1.300 Kilometer vom Nordpol entfernt: Wo früher Braun- und Steinkohle abgebaut wurde, lagern heute in einem eisigen Berg knapp 1,2 Millionen Samenproben von Mais, Reis, Weizen und anderen Nutzpflanzen. In Plastikboxen verpackt, geschützt vor Erdbeben, saurem Regen und radioaktiver Strahlung.

Dann musste der weltweite Saatgut-Tresor wegen Umbauarbeiten für zwei Jahre geschlossen werden. Wasser war in einen Teil der Bunkeranlage gelangt.

Ein Thema in der Sendung "Canapé" vom 19.04.2020 auf SR 2 KulturRadio.

Artikel mit anderen teilen

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja