Ostafrika: Im Kampf gegen die Heuschreckenplage

Im Kampf gegen die Heuschreckenplage

Ein Gespräch mit Thomas Hoerz, Büroleiter der Welthungerhilfe in Somaliland, zur Heuschreckenplage

Peter Weitzmann. Onlinefassung: Rick Reitler   20.02.2020 | 12:40 Uhr

Nach Einschätzung von Thomas Hoerz, dem Büroleiter der Welthungerhilfe in der ostafrikanischen Region Somaliland, wird die Heuschreckenplage im Mai oder Juni "mit sehr großer Sicherheit" noch schlimmer werden. SR-Moderator Peter Weitzmann hat mit ihm u. a. über die aktuelle Lage und über umweltfreundliche Gegenmittel gesprochen.

Eine Reihe ostafrikanischer Staaten wird derzeit von einer der schlimmsten Heuschreckenplagen seit 25 Jahren heimgesucht. In Kenia, Äthiopien, Somalia und Uganda bedrohen Milliarden von gefräßigen Insekten das Überleben von Viehhirten und Kleinbauern. Eine der wichtigsten Brutstätten für die Plage ist wegen der zuletzt starken Niederschläge die Region Somaliland.

Düstere Prognose fürs Frühjahr

"Meine Prognose ist eher düster", sagt Thomas Hoerz, der Büroleiter der Welthungerhilfe vor Ort. Seiner Einschätzung nach könnte es im Mai oder Juni "mit sehr großer Sicherheit" noch schlimmer werden. Somaliland verfüge ebenso wie Eritrea über kein einziges Sprühflugzeug. Lediglich in Kenia gebe es seines Wissens nach vier Flugzeuge. Somaliland versuche, das Problem so gut wie möglich manuell zu lösen: mit knietiefen Gräben gegen die Ausbreitung der Schädlinge.

Ein Thema in der Sendung "Bilanz am Mittag" vom 20.02.2020 auf SR 2 KulturRadio. Das Archivbild ganz oben zeigt drängelnde Heuschrecken (Foto: dpa / Marijan Murat).

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