Wald-Umbau kontra CO2? Lieber erst mal abwarten!

"Lieber noch länger Erfahrungen sammeln"

Ein Gespräch mit dem Waldökologen Prof. Christian Ammer über Umbau- und Aufforstungsprogramme im Kampf gegen CO2

Audio: Jochen Erdmenger. Foto: Sandra Schick. Onlinefassung: Rick Reitler   24.10.2019 | 07:25 Uhr

Der Waldökologe Prof. Christian Ammer hat im SR-Interview dafür plädiert, im Kampf gegen CO2 bei der Aufforstung oder beim großflächigen Umbau der Wälder mit nicht heimischen Baumarten nichts zu überstürzen. Besser sei es, zunächst noch "länger Erfahrungen zu sammeln".

Prof. Christoph Ammer  (Foto: Universität Göttingen/Pressefoto)
Prof. Christoph Ammer (Pressefoto: Universität Göttingen)


Mehr als zwei Drittel der Bäume in saarländischen Wäldern sind Laubbäume - und damit ein besonders guter CO2-Speicher. Allerdings machen der Klimawandel, die Trockenphasen und der Borkenkäfer den Bäumen immer wieder schwer zu schaffen.

Nichts überstürzen

Für den Waldökologen Prof. Christian Ammer von der Universität Göttingen würde selbst eine großes weltweites Aufforstungsprogramm das CO2-Problem "nicht dauerhaft lösen". Eine Durchmischung oder Ersetzung des Bestandes durch widerstandsfähigere Baumarten sei vor allem aus zwei Gründen schwierig, sagte Ammer im Gespräch mit SR-Moderator Jochen Erdmenger: Erstens würde so ein Umbau "viele, viele Jahre" dauern, und zweitens wisse man "zum Teil noch gar nicht genau, welche Baumarten halten denn den schnellen Wechsel, denn wir jetzt dann haben werden, aus."

Er plädiert dafür, lieber noch länger Erfahrungen zu sammeln, "bevor wir uns auf großer Fläche von unseren einheimischen Arten verabschieden".

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Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 24.10.2019 auf SR 2 KulturRadio.

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