Über die Widerstandskraft der Buche

Über die Widerstandskraft der Buche

Ein Besuch im Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Patrick Wiermer   24.10.2019 | 06:25 Uhr

Im Nationalpark Hunsrück-Hochwald wird der Wald auf einer Fläche von ca. 3000 Fußballfeldern völlig sich selbst überlassen, muss ohne den Eingriff von Menschen zum Beispiel mit klimatischen Veränderungen klarkommen. Und das gelingt dem Ökosystem offenbar ganz gut, wie Nationalpark-Leiter Harald Egidi festgestellt hat. Vor allem die Buche entwickelt seiner Beobachtung nach ganz eigene Bewältigungsstrategien. Dafür aber brauche es Zeit und Geduld.

Hintergrund:

Der SR-Thementag "Unser Wald" auf SR 2 KulturRadio
Auf der Suche nach der besten Waldwirtschaft
36 Prozent der Fläche des Saarlandes sind mit Wald bedeckt, knapp drei Viertel davon mit Laubwald – so viel wie in keinem anderen Bundesland. Am Donnerstag beschäftigt sich SR 2 KulturRadio u. a. mit der Frage, wie man Bäume und Boden wirtschaftlich, ökologisch und nachhaltig bewirtschaften kann.


Mehr zum Thema Wald im Archiv:

Ein Interview mit Erik Heinrich, Kolumnist und Holzhändler
"Wir brauchen vor allen Dingen mehr Wald"
Der brandenburgische Holzhändler Erik Heinrich denkt bereits darüber nach, welche robusten und ertragreichen Baumarten man künftig pflanzen sollte, um dem Klimawandel zu begegnen. Generell, so Heinrichs Überzeugung, brauche es in Deutschland mehr Bäume: mehr Urwald, mehr Nutzwald und mehr Stadtwald. Und jeder Einzelne könne dazu etwas beitragen.

Forderung nach echtem Waldschutzgesetz
Grüne kritisieren Josts "Masterplan Wald"
Die Grünen haben den "Masterplan Wald" von Umweltminister Jost (SPD) kritisiert. Dieser greife viel zu kurz. Einfaches Aufforsten reiche nicht aus, um die klimatischen Herausforderungen zu bewältigen.

Joachim Stelzer, Saarforst
Wie geht's dem Saarwald?
Die Situation im saarländischen Wald sieht im bundesweiten Vergleich noch relativ gut aus: Der hohe Laubbaumanteil mache ihn weniger anfällig für Dürreschäden oder Insekten, sagte Joachim Stelzer vom Saarforst Landesbetrieb im SR-Interview. Trotzdem stünden auch die hiesigen Bäume unter Stress.

Prof. Andreas Bolte, Thünen-Institut
"Erheblicher Einbruch" des Wald-Zuwachses befürchtet
Der Waldökologe Prof. Andreas Bolte geht angesichts zweier trockener Sommer von einem "erheblichen Einbruch" im Zuwachs der deutschen Wälder aus. Langfristige Lösungen müssten her, um die Wälder "fit" zu machen "für den Klimawandel". Einen Ansatz sieht er in der Anpflanzung resistenterer Baumarten.


Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 24.10.2019 auf SR 2 KulturRadio.

Artikel mit anderen teilen

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja