150 Jahre Ansichtskarte

Warum uns die bunten Pappkärtchen so faszinieren

Ein Gespräch mit dem Schweizer Ansichtskartenforscher Nicolas Wiedmer

Jochen Erdmenger   01.10.2019 | 06:25 Uhr

Am 1. Oktober 2019 ist es exakt 150 Jahre her, dass die Postverwaltung Österreich-Ungarns als erste der Welt eine Postkarte zur Beförderung zuließ. Der Siegeszug der kleinen bunten Pappbotschaften hält auch in Zeiten von Whatsapp, E-Mail und SMS an - wohl wegen des persönlichen Wertes einer handschriftlichen Nachricht. Das jedenfalls vermutet der Züricher Ansichtskartenforscher Nicolas Wiedmer.

"Uns geht es gut, das Wetter ist toll"
Audio [SR 3, (c) SR, 01.10.2019, Länge: 01:02 Min.]
"Uns geht es gut, das Wetter ist toll"


Trotz Instagram, Whatsapp, SMS und Facebook gibt es immer noch viele Leute, die gerne zeitaufwändig teure Ansichtskarten schreiben oder empfangen. Warum ist das so? Und was wird heute so alles im Urlaubsort zu Karton gebracht?

150 Jahre

Mit diesen Fragen haben sich Linguisten der Universität Zürich und der TU Dresden in einem Forschungsprojekt beschäftigt. Einer von ihnen ist der Schweizer Ansichtskartenforscher Nicolas Wiedmer. SR-Moderator Jochen Erdmenger hat zum 150. Jahrestag noch einmal bei Wiedmer nachgehört, was die Faszination für die bunten Kärtchen ausmacht.


Das komplette Interview wurde bereits am 1. Juli 2019 aufgezeichnet:

Warum die Ansichtskarte nicht aussterben wird
Audio [SR 2, Holger Büchner im Gespräch mit Nicolas Wiedmer, 01.07.2019, Länge: 05:33 Min.]
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Ein Thema u. a. in der Sendung "Der Morgen" am 01.10.2019 auf SR 2 KulturRadio und in der Sendung "Region" am 01.10.2019 auf SR 3 Sarlandwelle.

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