"Die Dürre ist ziemlich außergewöhnlich"

"Die Dürre ist ziemlich außergewöhnlich"

Ein Gespräch mit Hans Schipper vom Süddeutschen Klimabüro in Karlsruhe

Peter Weitzmann. Onlinefassung: Rick Reitler   26.07.2019 | 17:45 Uhr
Hans Schipper vom Süddeutschen Klimabüro in Karlsruhe (Foto: Laila Tkotz, KIT)
Hans Schipper (Foto: Laila Tkotz, KIT)


Über 42 Grad Celsius im Schatten, Waldbrände und verdorrte Felder fast überall in Deutschland: Der Sommer 2019 hat es in sich. Das bestätigt auch Hans Schipper vom Süddeutschen Klimabüro in Karlsruhe im SR-Interview: "Die Dürre ist ziemlich außergewöhnlich", so Schipper im Gespräch mit SR-Moderator Peter Weitzmann.

Flora unter Stress

Der Stress für die Pflanzenwelt sei derzeit sehr groß, die Gesundheit der Bäume werde in Mitleidenschaft gezogen. Kurze, heftige, lokale Schauer brächten da kaum Besserung - besser wäre es vielmehr, "wenn eine lange Periode gleichmäßig Niederschlag fallen würde", so Schipper. Er gehe davon aus, dass Sommer wie der 2019er künftig immer häufiger stattfinden werden - des Klimawandels wegen.

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Ein Thema u. a. in der Sendung "Bilanz am Abend" vom 26.07.2019 auf SR 2 KulturRadio.

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