Vier Cent mehr für den überlebenden "Bruderhahn"

Vier Cent mehr für das Überleben des "Bruderhahn"

Ein Interview mit Lisa Minkmar von der "Bruderhahn Initiative Deutschland"

Isabelle Tentrup   13.06.2019 | 17:16 Uhr

Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass männliche Küken in Legehennenzucht auch weiterhin getötet werden dürfen, zumindest vorläufig. Wie diese in Zukunft aber aufgezogen und vermarktet werden können, damit beschäftigt sich die "Bruderhahn Initiative Deutschland". Lisa Minkmar erklärt im SR-Interview, was das den Verbraucher kostet und stellt klar, dass der Kauf von Bio-Eiern allein das Küken-Töten nicht verhindere.

Hintergrund:

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts
Kükentötungen bleiben vorerst erlaubt
Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) Leipzig hat das massenhafte Töten männlicher Küken in der Legehennenzucht vorerst noch als rechtmäßig bestätigt. Bis zur Einführung von alternativen Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Hühnerei dürfen Brutbetriebe männliche Küken damit weiter töten.

Mehr zum Thema:

Tierschützer Dr. Thomas Bartels
"Es sind im Prinzip wenige Cent pro Ei"
"Jedes Verfahren, was vor dem Schlupf ansetzt, ist besser als das Töten der Küken nach dem Schlupf", meint der Tiermediziner Dr. Thomas Bartels im Gespräch mit SR-Moderator Jochen Marmit. Der Veterinär setzt zudem darauf, dass die Verbraucher bereit sein werden, etwas höhere Kosten für Geflügelprodukte in Kauf zu nehmen.

Ein Thema in der Sendung "Bilanz am Abend" vom 13.06.2019 auf SR 2 KulturRadio.

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