"Infantino hat das Playbook von Sepp Blatter übernommen"

"Infantino hat das Playbook von Sepp Blatter übernommen"

Ein Interview mit dem Sportjournalisten und FIFA-Experten Robert Kempe über den FIFA-Kongress in Paris

Interview: Uli Hauck, Foto: SR Fernsehen. Onlinefassung: Rick Reitler   05.06.2019 | 12:55 Uhr

Beim FIFA-Kongress in Paris ist Präsident Gianni Infantino bis 2023 in seinem Amt bestätigt worden. Der Journalist und FIFA-Experte Robert Kempe ist allerdings alles andere als ein Fan des Schweizers: "Unter Infantino hat wieder die Hinterzimmerpolitik Einzug gehalten", kritisierte Kempe im Gespräch mit SR-Moderator Uli Hauck.

Beim FIFA-Kongress in Paris ist Präsident Gianni Infantino am 5. Juni per Akklamation bis 2023 in seinem Amt bestätigt worden. Es gab keinen Gegenkandidaten.

"Hinterzimmerpolitik"

Der Journalist und FIFA-Experte Robert Kempe ist allerdings alles andere als ein Fan des Schweizers: "Unter Infantino hat wieder die Hinterzimmerpolitik Einzug gehalten", kritisierte Kempe im Gespräch mit SR-Moderator Uli Hauck. Infantino fahre einen ähnlichen Kurs wie früher Josef Blatter.

Eine Reform des weltweit vielleicht wichtigsten Sportverbandes sei allerdings nicht realistisch, so lange Kleinststaaten vom herrschenden FIFA-System profitierten.

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Gianni Infantino ist als FIFA-Chef wie erwartet wiedergewählt worden. Der Schweizer wurde beim Kongress des Fußball-Weltverbandes am 5. Juni in Paris per Akklamation (Applaus) für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. Infantino war beim Kongress des Weltverbands der einzige Kandidat - und lobte die eigene Arbeit ausgiebig.

Ein Thema in der Sendung "Bilanz am Mittag" vom 05.06.2019 auf SR 2 KulturRadio.

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