"Die Situation verbessert sich seit Jahrzehnten nicht"

"Die Situation verbessert sich seit Jahrzehnten nicht"

Ein Interview mit dem Historiker Alexander Friedman

Audio: Steffen Kolodziej   21.05.2019 | 15:41 Uhr

Nach dem Ende des Holocausts mussten die Sinti und Roma noch mehr als drei Jahrzehnte darauf warten, dass der deutsche Staat die Verfolgung ihrer Minderheit als Völkermord anerkannte. Ein Grund dafür ist nach Ansicht des Historikers Alexander Friedman, dass es keine ausländischen Regierungen oder internationale Organisationen gab, die sich für eine Aufarbeitung eingesetzt haben.

In Europa sei der Antiziganismus heute omnipräsent, erzählt Friedman im Gespräch mit SR-Moderator Steffen Kolodziej. Besonders dramatisch sei die Situation der Roma in Osteuropa. Aber auch im Westen gebe es viele Vorurteile und Stereotype. Um dagegen anzukämpfen, brauche es Aufklärung, sagte Friedman.

Veranstaltung

Vortrag zur Geschichte der Sinti und Roma im 20. Jahrhundert
21. Mai, 18.00 Uhr
Stadtarchiv Saarbrücken
Weitere Informationen finden Sie hier.

Ein Thema in der Sendung "Der Nachmittag" vom 21.05.2019 auf SR 2 KulturRadio.

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