Über die Rolle des Journalismus in der Medienrevolution

Über die Rolle des Journalismus im digitalen Medienzeitalter

Ein Gespräch mit dem WDR-Medienjournalisten Benjamin Weber über die Tagung der CIVIS-Medienstiftung am 10. Januar 2019 in Berlin

Audio: Holger Büchner, Grafik: Pixabay/nominalize, Onlinefassung: Rick Reitler   11.01.2019 | 07:45 Uhr

Auf der Tagung der CIVIS-Medienstiftung in Berlin herrschte am 10. Januar "relative Ratlosigkeit" zur Zukunft des professionellen Journalismus im Zeitalter der Medien-Revolution vor, berichtet WDR-Reporter Benjamin Weber im SR-Gespräch. Die Lösungsansätze seien keineswegs neu: transparenter und selbstkritischer werden - und auch Menschen außerhalb des eigenen Umfeldes ernst nehmen.

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"Relative Ratlosigkeit"

Auf der Tagung der CIVIS-Medienstiftung am 10. Januar 2019 in Berlin habe zu all dem "relative Ratlosigkeit" vorgeherrscht, sagte WDR-Reporter Benjamin Weber im Gespräch mit SR-Moderator Holger Büchner. "Einig waren sich eigentlich alle in dem Punkt, dass der klassische Journalismus durch die sozialen Medien total unter Druck geraten ist - nicht nur inhaltlich, auch ökonomisch", sagte Weber. Dabei sei es längst nicht mehr so, dass klare Fakten im Mittelpunkt stünden oder das beste Argument im Internet bei einer Diskussion gewinne. "Emotionalität verbreitet sich im Netz", stellte Weber fest.

Als Lösungsansätze fürs Überleben von Profi-Journalisten habe es auf der CIVIS-Tagung nicht viel mehr als Altbekanntes gegeben: Menschen auch außerhalb des eigenen Erfahrungsumfeldes ernst nehmen - und insgesamt selbstkritischer und transparenter werden.

Ein Thema aus der Sendung "Der Morgen" vom 11.01.2019 auf SR 2 KulturRadio..

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