Schwere Schlappe für den SPIEGEL

Schwere Schlappe für den SPIEGEL

Daniel Bouhs über den Fall des Spiegel-Reporters Claas Relotius

Audio: Jochen Erdmenger / Daniel Bouhs, Foto: dpa/Kay Nietfeld   20.12.2018 | 07:45 Uhr

Claas Relotius, ein mehrfach preisgekrönter Reporter des Nachrichtenmagazins SPIEGEL hat offenbar mehrfach frei erfundene Personen und Details in dutzende seiner Artikel eingebaut. Ein schwerer Schlag für die Glaubwürdigkeit des Hamburger Traditionsmagazins, das sich gerne darauf beruft, seine Artikel mithilfe der hauseigenen Faktencheck-Abteilung so streng zu prüfen wie kein anderes deutsches Medium sonst.

Die zweite Meinung zum Thema:

Medienwissenschaftler Bernd Gäbler
Erschütterung über den Spiegel-GAU
Für den Medienwissenschaftler Bernd Gäbler kann der Fall des Spiegel-Reporters Claas Relotius in seiner Dimension nur mit dem Skandal um die gefälschten Hitler-Tagebücher des Sterns in den 1980er Jahren verglichen werden. Gäbler plädiert im Gespräch mit SR-Moderatorin Katrin Aue für eine Aufarbeitung bestimmter Mechanismen im deutschen Journalismus.


Hintergrund:

tagesschau.de
Betrugsfall beim "Spiegel"
Mehr als 50 Artikel schrieb Claas Relotius für den "Spiegel". Wie das Magazin nun selbst offenlegte, waren mehrere der teils preisgekrönten Geschichten manipuliert: Orte, Zitate oder Personen wurden frei erfunden.

Ein Thema aus der Sendung "Der Morgen" vom 20.12.2018 auf SR 2 KulturRadio.

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