Wie grüne Apps das Einkaufen erleichtern können

Wie uns "grüne" Apps im Alltag helfen können

Ein Selbstversuch zum Thementag "Umweltbewusstsein im Alltag"

Martin Breher   06.12.2018 | 06:00 Uhr

Umweltbewusst einkaufen fällt nicht immer leicht. Gerne würde man Produkte vermeiden, die schlecht für die Umwelt sind. Aber die Alternativen sind oft teuer, oder es scheitert schlicht und einfach daran, dass man gar nicht weiß, was in einem Produkt eigentlich alles drin ist, welches Siegel denn nun wirklich umweltfreundliche Produkte kennzeichnet und welches nur Marketingzweck ist. Apps können da Hilfestellungen geben.

App-Tipps:

(alle hier aufgeführten Apps sind kostenlos und für Android und iOS verfügbar)

ReplacePlastic

Durch Scannen des Barcodes mithilfe der Smartphone-Kamera kann man dem Hersteller eines Produktes mitteilen, wenn man sich eine Verpackung mit weniger oder ganz ohne Plastik wünscht.
Vorteil: Sehr einfach zu bedienen, kaum Aufwand für die Meldung.

Beat the microbead

Mithilfe des Barcodes zeigt die App an, ob in dem gewählten Produkt Mikroplastik enthalten ist oder nicht.
Vorteil: Sehr übersichtlich gestaltet, klare Infos.
Nachteil: Die Datenbank ist ziemlich klein.

CodeCheck

Diese App vereinfacht die kryptischen Listen von Inhaltsstoffen in einem einfachen Ampelsystem.
Vorteil: Das Ampelsystem ist selbsterklärend für jedermann.
Nachteil: Es werden nicht alle Inhaltsstoffe berücksichtigt.

Gewässerretter

Plastikmüll im Wasser oder am Ufer kann mit dieser App an den NABU gemeldet und dokumentiert werden.
Vorteil: Die App erstellt eine Bestandsaufnahme der Vermüllung.
Nachteil: Ums Aufräumen muss man sich parallel dazu kümmern, das kann die App nicht veranlassen.

Siegel-Check

Diese App des NABU bringt durch Scannen des Barcodes Licht ins Dunkel des Siegel-Dschungels und erklärt, welche Siegel was aussagen.
Vorteil: Sehr schön erklärt, auch mit Hintergrundinfos.


Wie man mit Apps Plastikmüll vermeidet
Audio [SR 2, Martin Breher, 05.12.2018, Länge: 02:06 Min.]
Wie man mit Apps Plastikmüll vermeidet
Die Vermüllung unserer Gewässer durch Plastikmüll stellt ein immer größeres Problem für die Lebewesen im Wasser dar. Nicht nur Plastikverpackungen sorgen für dieses Problem, sondern auch auf den ersten Blick nicht sichtbares Mikroplastik. Apps können im Alltag helfen, Plastikmüll zu vermeiden. SR 2-Reporter Martin Breher hat dafür drei Beispiele zusammengetragen.


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