"Es war eine große Willkommenskultur vorhanden"

"Es war eine große Willkommenskultur vorhanden"

Ein Interview mit Klaus Müller-Reimann, ehemaliger Mitarbeiter des Kinderhilfswerks Terre des Hommes, zur Ankunft der "boat people" vor 40 Jahren in Deutschland

Interview: Jochen Marmit / Rückblick: Michael Hollenbach   03.12.2018 | 16:08 Uhr

Tausende verzweifelte Menschen versuchen derzeit, über das Mittelmeer Europa zu erreichen. Ähnliche Bilder gingen vor 40 Jahren schon einmal um die Welt, mit den "boat people" aus Vietnam im Südchinesichen Meer, von denen dann einige in Deutschland Zuflucht fanden. Im SR-Interview spricht Klaus Müller-Reimann (früher: Terre des Hommes), über die Parallelen und Unterschiede von damals und heute.

Hintergrund:

Vor 40 Jahren: Aufnahme der "boat people" in Deutschland
Audio [SR 2, Michael Hollenbach, 03.12.2018, Länge: 03:33 Min.]
Vor 40 Jahren: Aufnahme der "boat people" in Deutschland
Am 3. Dezember 1978 kamen die ersten "boat people" nach Deutschland. Die Menschen aus dem ehemaligen Südvietnam, die vor der Herrschaft der regierenden Kommunisten in Booten übers Meer flohen, wurden weder von Thailand, noch von Malaysia oder Indonesien aufgenommen. Aufgrund der Medienberichte über die katastrophale humanitäre Situation entschloss sich der damalige niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht, zunächst 1000 "boat people" in Deutschland aufzunehmen.

Ein Thema in der Sendung "Der Nachmittag" vom 03.12.2018 auf SR 2 KulturRadio.

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