Wie Depression und Suizid zusammenhängen

Wie Depression und Suizid zusammenhängen

Ein Interview mit Petra Otto vom "Saarländischen Bündnis gegen Depression"

Steffen Kolodziej   10.09.2018 | 16:22 Uhr

In Deutschland sterben mehr Menschen durch Suizid, als durch Verkehrsunfälle, Gewalttaten und illegale Drogen. Seit 15 Jahren wird daher am 10. September der Tag der Suizidprävention begangen. Petra Otto vom "Saarländischen Bündnis gegen Depression" beschreibt im SR 2-Interview ihre Präventionsarbeit und erklärt, dass hinter 90 Prozent aller Suizide eine psychiatrische Erkrankung stecke.

Veranstaltungstipp:

Lesung und Vortrag
zum Welttag der Suizidprävention

10. September 2018, 18.30 Uhr
Großer Festsaal, Rathaus St. Johann, Saarbrücken

Viktor Staudt ist jung, treibt viel Sport und stürzt sich regelmäßig in das Nachtleben. Auf den ersten Blick geht es ihm gut, aber sein Leben wird von Angstattacken und Depressionen beherrscht. Niemand kann ihm helfen. Als er keinen Ausweg mehr sieht, beschließt er, sich vor den Zug zu werfen. Viktor Staudt überlebt den Selbstmordversuch – aber verliert seine Beine. Erst nach diesem tragischen Geschehen kann die richtige Diagnose gestellt werden und er erhält die Medikamente, die ihm endlich helfen. Ein bewegendes Buch über Angst, Verzweiflung und Mut.

An diesem Abend liest Viktor Staudt aus diesem Buch mit dem Titel "Die Geschichte meines Selbstmords. Und wie ich das Leben wiederfand."

Der Eintritt ist frei.

Hintergrund:
Jedes Jahr sterben in Deutschland ungefähr 10.000 Menschen durch Suizid. Das heißt, es sterben mehr Menschen durch Suizid als durch Verkehrsunfälle, Gewalttaten und illegale Drogen.Um die Öffentlichkeit auf die weitgehend verdrängte Problematik der Suizidalität aufmerksam zu machen wird alljährlich der Welttag der Suizidprävention veranstaltet. Er wurde von der International Association for Suizide Prevention (IASP) und der Weltgesundheitsorganisation WHO das erste Mal für den 10. September 2003 ausgerufen. Der 10. September ist besonders auch ein Tag der Trauer und des Gedenkens an die durch Suizid Verstorbenen. Der Tag kann Menschen unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit einen Raum bieten, in dem der Erfahrung von Verlust und Trauer Ausdruck gegeben und miteinander geteilt werden.

Ein Thema in der Sendung "Der Nachmittag" vom 10.09.2018 auf SR 2 KulturRadio.

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