50 Jahre Niederschlagung des Prager Frühlings

50 Jahre Niederschlagung des Prager Frühlings

Ein Gespräch mit Prof. Schulze-Wessel von LMU München

Johannes Kloth   21.08.2018 | 09:00 Uhr

1968 lag in Prag Aufbruch in der Luft. Viele Bürger der damaligen Tschechoslowakei unterstützten eine Reformbewegung, die einen anderen Sozialmus wollte - einen mit "menschlichem Antlitz". Am Dienstag vor 50 Jahren marschierten Truppen des Warschauer Pakts in Prag ein, um den neuen Ideen ein Ende zu setzen. SR 2-Modetor Johannes Kloth hat mit Historiker Martin Schulze-Wessel über die Geschehnisse vor 50 Jahren gesprochen. Er lehrt osteuropäische Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München und hat ein Buch über den Prager Frühling geschrieben.

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Audio [SR 2, Johannes Kloth / Lisa Krauser, 21.08.2018, Länge: 02:18 Min.]
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Der Schriftsteller Heinrich Böll hat die Niederschlagung des "Prager Frühlings" live miterlebt. Er war gemeinsam mit seiner Familie gerade auf Einladung des tschechoslowakischen Schriftsteller-Verbandes in der Stadt - um dort über die Reformen im Land zu diskutieren. Umso größer war der Schock, als plötzlich sowjetische Panzer einrollten.

tagesschau.de: Einmarsch in Prag 1968
Ein Riss, der bleibt
Vor 50 Jahren schlug der Warschauer Pakt den "Prager Frühling" nieder - heute erinnern die Tschechen an die Opfer. Das Gedenken spiegelt auch die politische Zerrissenheit der Menschen im Land wider.

Programmtipp

Dienstag, 21. August 2018, 19.15 bis 20.00 Uhr: Kontinent
Kurze Hoffnung - 50 Jahre nach der Niederschlagung des Prager Frühlings
Die Niederschlagung des Prager Frühlings im August 1968 ist am 21. August auch der Schwerpunkt im Europamagazin "Kontinent".

Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 21.08.2018 auf SR 2 KulturRadio.

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