"Das Potenzial des 2018er Jahrgangs ist sehr groß"

"Das Potenzial des 2018er Jahrgangs ist sehr groß"

Jahrhundertwein oder Risiko-Reben? Ein Gespräch mit Bio-Winzer Simon Ollinger, Vorstand des Bundesverbandes ökologischer Weinbau (Ecovin)

Audio: Kai Schmieding / Fotos: Pasquale D'Angiolillo / Onlinefassung: Rick Reitler   07.08.2018 | 08:45 Uhr

Die seit Wochen andauernde Trockenheit und Hitze haben dazu geführt, dass manch deutscher Winzer schon am 6. August mit der Traubenlese begonnen hat. So früh im Jahr - das gab es offenbar noch nie. Was bedeutet das aber nun für die Winzer in der Weinregion Saar? Vor allem aufpassen, notfalls mit Wasser nachhelfen und den richtigen Zeitpunkt zur Lese und Weiterverarbeitung nicht verpassen, damit das hohe Potenzial des Jahrgangs nicht verschenkt und der Wein nicht zu süß wird, meint Simon Ollinger aus Perl, Biowinzer im Vorstand des Bundesverbands ökologischer Weinbau. SR 2-Moderator Kai Schmieding wollte mehr über die Geheimnisse der richtigen Weinlese wissen.


Mehr zum Thema:

"Auch dieser Jahrgang ist noch nicht in trockenen Tüchern"
Audio [SR 2, Werner Eckert, 07.08.2018, Länge: 02:22 Min.]
"Auch dieser Jahrgang ist noch nicht in trockenen Tüchern"
Während die einen über die Hitze stöhnen, klingeln bei anderen die Kassen - zum Beispiel bei Ventilatorverkäufern, Eisdielenbesitzern oder Getränkemärkten. Auch viele Winzer haben Grund zu guter Laune - hat der Jahrgang 2018 doch gute Chancen, besonders gute Tröpchen hervorzuzaubern. Aber die vielen Sonnenstunden bringen nicht nur Sorglosigkeit, wie SWR-Korrespondent Werner Eckert berichtet - denn eine plötzliche, starke Regenphase oder auch weiter anhaltende Trockenheit könnten auch im Weinberg noch für Ernüchterung sorgen. Oder, wie es der Weinwissenschaftler Jürgen Oberhofer ausdrückt: "Auch dieser Jahrgang ist noch nicht in trockenen Tüchern".

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Der Morgen" vom 07.08.2018 auf SR 2 KulturRadio berichetet.

Artikel mit anderen teilen