Mit "Car Sharing" gegen den Verkehrskollaps?

Mit "Car Sharing" gegen den Verkehrskollaps?

Der SR 2-FernsehTipp: 21.45 Uhr im Ersten

Jochen Erdmenger / Heiner Hoffmann, Achim Reinhardt   30.07.2018 | 07:25 Uhr

Wie ist dem täglichen Stau in den deutschen Ballungsräumen beizukommen? Selbst moderne Alternativen zum Privat-PKW wie etwa "Free Floating Car Sharing" haben ihre Schattenseiten. Die TV-Doku "Mit Vollgas in den Verkehrskollaps" läuft am 30. Juli um 21.45 Uhr im Ersten. Ein Ausblick.

Mit dem Fahrrad zur Arbeit? Oder per ÖPNV? Oder ganz konsequent zu Fuß? Nach Ansicht vieler Umweltschützer und Verkehrsplaner nutzen noch immer zu viele Menschen in Deutschland den privaten PKW für ihre Alltagsgeschäfte. Chronisch verstopfte Straßen, zu viele Schadstoffe in der Luft und enorme Kosten für alle sind die Folge. Aber wie ist dem täglichen Wahnsinn auf den Straßen beizukommen?

Trend "Car Sharing"

Eine der neuesten Ideen ist das "Free Floating Car Sharing", wie es etwa BMW ("DriveNow") oder Daimler ("car2go") anbieten. Dabei steigt der Kunde nach seiner Buchung per Smartphone-App einfach in das nächst parkende Auto eines Car-Sharing-Anbieters ein und lässt es nach der Fahrt wieder irgendwo stehen. Doch auch dieses Nutzungskonzept hat seine Schattenseiten, wie die Filmemacher Heiner Hoffmann und Achim Reinhardt herausgefunden haben. Ihre Dokumentation "Mit Vollgas in den Verkehrskollaps" läuft am 30. Juli um 21.45 Uhr im Ersten.


Der SR 2-Fernsehtipp:


Mit Vollgas in den Verkehrskollaps
Ein Film von Heiner Hoffmann und Achim Reinhardt

Montag, 30. Juli 2018, 21.45 Uhr
im Ersten

(Wiederholung: So, 05.08.18, 18:00 Uhr. Das Erste)


Das SR 2-Interview:

"Der Nahverkehr kann nicht mehr Schritt halten"
Audio [SR 2, Jochen Erdmenger im Gespräch mit Achim Reinhardt, 30.07.2018, Länge: 04:30 Min.]
"Der Nahverkehr kann nicht mehr Schritt halten"
Das Stauproblem in Deutschlands Ballungsräumen wird in den nächsten Jahren, vielleicht sogar Jahrzehnten nicht besiegt werden können, sagt Achim Reinhardt, Co-Autor des Fernsehfeatures "Mit Vollgas in den Verkehrskollaps" im SR 2-Interview. Der Grund: Die großen Städte, ihre Vororte und damit die Pendlerströme auf kleinsten Raum wachsen schneller, als der öffentliche Personen-Nahverkehr (ÖPNV) nachziehen kann. "Das dauert Jahrzehnte, bis so eine neue S-Bahn-Linie durch ist, bis die Genehmigungen da sind, bis sie gebaut ist", erklärte Reinhardt. Moderne Alternativen zum Privat-PKW wie beispielsweise "Car Sharing" hätten sich seiner Recherche nach wider Erwarten sogar als "kontraproduktiv" herausgestellt.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Der Morgen" vom 30.07.2018 auf SR 2 KulturRadio berichtet.

Artikel mit anderen teilen