Reinhard Grindel: Vom Politiker zum DFB-Chef

"Ein politischer Hardlinder in Sachen Integration"

Über Reinhard Grindels Weg vom Politiker zum DFB-Chef

Ein kurzes Porträt von Eva Ellermann   24.07.2018 | 08:10 Uhr

Der amtierende DFB-Präsident Reinhard Grindel trat bereits mit 16 Jahren in die CDU ein. Bis 2016 war er Berufspolitiker und Mitglied des Bundestages. Er gilt als Hardliner in Sachen Integration, was ihm viele Kritiker angesichts der Debatte um Mesut Özil übelnehmen. Sein größtes Ziel, die Europameisterschaft 2024 in Deutschland anstatt in der Türkei auszutragen, könnte durch sein Auftreten gefährdet werden, meint Korrespondentin Eva Ellermann in ihrem Grindel-Porträt.

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Über dieses Thema wurde in der Sendung "Der Morgen" vom 24.07.2018 auf SR 2 KulturRadio berichtet.

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