Mesut Özil tritt zurück - und nach

Mesut Özil tritt zurück - und nach

Interview mit ARD-Sportreporterin Julia Büchler

Jochen Marmit   23.07.2018 | 07:45 Uhr

Nach monatelangem Schweigen hat Mesut Özil, die bisherige Nummer 10 der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, am 22. Juli seinen Rücktritt aus dem deutschen Team erklärt. In einer Online-Botschaft warf er DFB-Chef Reinhard Grindel Inkompetenz, Rassismus und mangelnden Respekt vor seinen türkischen Wurzeln vor. Außerdem übte der Erdogan-Anhänger Kritik an Medien und DFB-Sponsoren. Für ARD-Sportreporterin Julia Büchler sollte der Fall Özil "uns schon alle auch zum Nachdenken bringen".

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Reaktionen:

Der Rücktritt von Fußballprofi Özil aus der Nationalelf hat eine Debatte über die Akzeptanz von Menschen mit Migrationshintergrund ausgelöst. Bundesjustizministerin Katarina Barley twitterte, es sei ein Alarmzeichen, wenn ein großer deutscher Fußballer sich in seinem Land wegen Rassismus nicht mehr gewollt und vom DFB nicht mehr repräsentiert fühle. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Widmann-Mauz, sagte, bei allem Verständnis für die familiären Wurzeln müssten sich Nationalspieler Kritik gefallen lassen, wenn sie sich für Wahlkampfzwecke hergäben. Politiker von SPD und Grünen forderten DFB-Präsident Reinhard Grindel zum Rücktritt auf.

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Als Alarmzeichen sieht Justizministerin Katarina Barley (SPD) den Rückzug Mesut Özils aus der Nationalelf. Aus der CDU kommen kritische Stimmen. Warme Worte für den "Bruder Özil" findet der Sportminister - allerdings der türkische.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Der Morgen" vom 23.07.2018 auf SR 2 KulturRadio berichtet.

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