Über den saarländischen Milchmarkt

Über den saarländischen Milchmarkt

Recherchen von SR 2-Reporter Marc Weyrich

Holger Büchner / Marc Weyrich   12.07.2018 | 08:48 Uhr

Nur ein Bruchteil aller im Saarland konsumierten Milcherzeugnisse stammt aus heimischer Kuhhaltung - und ein noch kleinerer Teil stammt aus biologischer Herstellung. Für SR 2 KulturRadio hat sich Marc Weyrich auf dem Milchmarkt umgesehen.

Ginge es nur um die Frischmilch, so könnte sich das Saarland gut selbst versorgen: Die Produktion liegt nach Angaben des Bauernverbands zurzeit bei 109 Prozent des Bedarfs - ein ausreichender Selbstversorgungsgrad ist also gewährleistet, meint SR 2-Reporter Marc Weyrich. Für andere Milchprodukte wie Butter, Joghurt oder Käse aber müsse importiert werden - aus anderen Bundesländern, aber auch aus Luxemburg, Lothringen oder den Niederlanden. Denn hier produziere das Saarland nur rund 30 Prozent des tatsächlichen Bedarfs.

Nachfrage nach "Bio" größer als Angebot

Nur ein Bruchteil aller konsumierten Milcherzeugnisse an der Saar stamme dabei aus biologischer Produktion. Das liege aber weniger an der mangelnden Nachfrage als vielmehr am zu geringen Angebot, so Weyrich.


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