Zum Tod des Rolling-Stones-Drummers Charlie Watts

Zum Tod des Drummers Charlie Watts

Ein Nachruf

Thomas Spickhofen. Onlinefassung: Rick Reitler   25.08.2021 | 06:00 Uhr

Charlie Watts, der Schlagzeuger der britischen Blues- und Rockband "Rolling Stones", ist am 24. August 2021 im Alter von 80 Jahren gestorben. Er gehörte der legendären Gruppe seit 1963 an - gerade mal 21 Jahre alt war der gelernte Werbegrafiker damals.

Auch ein Mann der ruhigen Töne

Der eher zurückhaltende Watts galt vielen Musikkennern und Fans als Gegenstück zu seinen eher extrovertierten Kollegen Mick Jaggers, Keith Richards oder Ronnie Wood, beschäftigte sich abseits der ganz großen Bühne auch mit Jazz- oder Ballettmusik und liebte sein Pferdegestüt.


"Die Stones ohne Charlie Watts - das ist undenkbar"
Audio [SR 2, Gabi Szarvas / Oliver Strauch, 25.08.2021, Länge: 02:41 Min.]
"Die Stones ohne Charlie Watts - das ist undenkbar"
"Charlie Watts war kein virtuoser Schlagzeuger wie Ginger Baker oder Keith Moon, die großen Drummer seiner Generation", erläuterte der Saarbrücker Schlagzeug-Professor Oliver Strauch im Gespräch mit SR-Moderatorin Gabi Szarvas, "aber was er gehabt hat, war dieser einzigartige Beat, der irgendwie so dazwischen lag und der die Stones ausgezeichnet hat". Im Rock'n'Roll-Zirkus habe Watts stets eine gewisse Introvertiertheit ausgestrahlt, für die ihn die Menschen geliebt hätten. Aus Strauchs Sicht seien die Rolling Stones ohne Charlie Watts, dessen "Groove immer so ein bisschen hölzern war", schlicht "undenkbar".


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Er war der unprätentiöse Gegenentwurf zu Jagger und Richards, und vor allem derjenige, der die Rolling Stones zusammenhielt: Charlie Watts ist im Alter von 80 Jahren gestorben.


Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" am 25.08.2021 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben zeigt Charlie Watts im Jahr 2016 (Foto: picture alliance/dpa/Invision/AP | Victoria Will).

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