Igor Levit  (Foto: Felix Broede/Pressefoto)

Improvisation und Variation: Die Sonate op. 109 E-Dur

Folge 30: Sonate op. 109 E-Dur

Florian Schairer   28.12.2020 | 09:00 Uhr

Der mittlere Beethoven schert sich nicht um Konventionen, sondern setzt seine eigenen Regeln. Der späte Beethoven geht einen Schritt weiter: Auch die eigenen, selbst gesetzten Regeln stehen jederzeit zur Disposition. Alles ist möglich. Die Musik ist voller Brüche und Collagen. Verfremdete Zitate von Altbekanntem und unerhörte Klänge stehen nebeneinander. Der erste Satz von op. 109 klingt leichthändig und schwebend, alles geht ganz schnell, nichts verfestigt sich, alles schwebt wie im Traum, sagt Igor Levit. Das Scherzo huscht vorüber. Und das Finale erfindet die Form der Variationen neu.


Ob Arbeit, Schule oder Kultur, seit Corona ist vieles anders. Auch das Beethovenjahr leidet unter den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Festivals sind abgesagt, Konzerte finden kaum statt - auch viele geplante Beethoven-Großprojekte mussten gecancelt werden.

Wir wollen das Beethovenjahr dennoch mit Ihnen feiern und stellen in einer Serie alle 32 Beethoven-Sonaten vor. Igor Levit, einer der weltweit gefeierten Beethoven-Interpreten, sitzt am Klavier und erklärt, welche besonderen Welten Beethoven in jeder einzelnen Sonate entstehen lässt.

Heute: die Sonate op. 109 E-dur

Den ganzen ausführlichen Klavierpodcast "32 x Beethoven" gibt's in der ARD-Audiothek und überall, wo es Podcasts gibt – von Spotify bis Apple music.

Beethovenjahr 2020 (Foto: Beethoven Jubiläums GmbH)
Beethovenjahr 2020

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