Martin Taylor (Foto: Allen Clark)

Das 33. Internationale Jazzfestival St. Ingbert

Experience

 

"Experience" - so lautet das Motto des diesjährigen Internationalen Jazzfestivals St. Ingbert. Mit dabei sind Martin Taylor & Ulf Wakenius, die Bands Trallskogen, Ätna und Son del Nene, das Igor Butman Quintet und Al Di Meola. Der Franzose Philip Catherine musste verletzungsbedingt absagen.

Termin: 28.03.2019 bis 31.03.2019

Vom 28. bis zum 31. März 2018 geben sich regionale Formationen und internationale Stars die Klinke in die Hand und machen die St. Ingberter Stadthalle zum Mekka für Jazzfans.

Zum Auftakt: Gitarrensounds aus Schweden und England statt aus Frankreich

Ulf Wakenius (Foto: SR)
Ulf Wakenius (Foto: Allen Clark)


Donnerstag, 28. März 2019, 19.30 Uhr: Martin Taylor & Ulf Wakenius: Legacy
(In Kooperation mit SR 2 - Jazz live with friends)

Martin Taylor war elf Jahre lang Gitarrist von Stephane Grappelli. Er hat also den leeren Platz besetzt, den Django Reinhardt hinterlassen hat. Ulf Wakenius hingegen spielte zehn Jahre lang an der Seite Oscar Petersons, dort, wo sich eine Reihe von legendären Gitarristen wie Joe Pass, Herb Ellis und Barney Kessel getummelt haben. Martin Taylor & Ulf Wakenius haben dazu noch mit weiteren großen Musikern zusammengearbeitet: Ray Brown, George Harrison, Mike Brecker, Michel Legrand, Pat Metheny, John McLaughlin, Herbie Hancock, Jeff Beck, Jamie Cullum und anderen.

Philip Catherine musste absagen: Ursprünglich sollte das "Philip Catherine – Paulo Morello Trio" das Festival eröffnen - doch Catherine zog sich eine Verletzung zu und musste zu seinem großen Bedauern absagen. Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit für das Konzert von Martin Taylor & Ulf Wakenius. Rückabwicklungen übernimmt diejenige Vorverkaufsstelle, bei der die Karten erworben wurden.

SR 2 KulturRadio schneidet den Auftaktabend mit und sendet ihn voraussichtlich am 9. Juni in "JazzNow".


Freitag, 29. März 2019, Svenska Jazz – Russkij Jazz
19:30 Uhr: Trallskogen (Schweden)
21:00 Uhr: Igor Butman Quintet (Russland)

Samstag, 30. März 2019: Son Cubano vs. Minimalistic
19:30 Uhr: Ätna (Deutschland)
21:00 Uhr: Son del Nene (Kuba)

Sonntag, 31. März 2019: Al Di Meola: Opus & More 2019
18:00 Uhr: Al Di Meola (USA)


Die 2019er-Ausgabe der traditionsreichen Veranstaltung ist so international wie selten zuvor. Denn es geht nach Belgien, Schweden, Russland, Kuba und in die USA. Natürlich dürfen auch deutsche Musiker nicht fehlen.

Den Auftakt macht am Donnerstag, den 28. März, das britisch-schwedische Duo Martin Taylor und Ulf Wakenius, und damit zwei der weltweit renommiertesten Jazzgitarristen. Sie werden unter anderem ihr neuestes Projekt unter dem Titel "Legacy" vorstellen.

Trallskogen (Foto: Elfie Kleiss)
Die Band Trallskogen (Foto: )Elfie Kleiss

Der zweite Festivaltag am Freitag, 29. März bringt unter dem Motto "Svenska Jazz-Russkij Jazz" Musik aus Nord- und Osteuropa auf die Bühne. Zunächst ab 19:30 Uhr Trallskogen, ein schwedisch-saarländisches Projekt. Die Sängerin Annika Jonssons entführt mit ihren vier Mitmusikern in die Welt der schwedischen Folklore und begibt sich dabei in die Tradition der fahrenden Trallsänger.

Anschließend geht es nach Russland mit dem Igor Butman Quintet. Schon lange gilt Igor Butman als der bekannteste Jazzmusiker Russlands vom internationalen Rang. US-Präsident Bill Clinton bemerkte einmal, dass Igor Butman für ihn "der beste lebende Saxophonist ist". In seinem Quintett spielt er zusammen mit dem Gitarristen Evgeny Pobozhiy, dem Keyboarder Sergey Korchagin, Eduard Zizak am Schlagzeug und dem blinden Pianisten Oleg Akkuratov.

In eine ganz andere Ecke der Welt geht es am dritten Festivaltag, Samstag, 30. März, der unter dem Motto "Son Cubano vs. Minimalistic" steht. Das Minimalistische wird durch die deutsche Gruppe Ätna vertreten. Das Pop-Jazz-Duo aus Dresden mit Sängerin Inéz und Drummer Demian begeistert Kritiker wie Publikum. Vorausgesetzt, man lässt sich auf die außergewöhnlichen Klänge ein. Dass dieser gewaltige Sound nur von zwei Personen stammt ist das erste, was den Hörer ins Staunen versetzt. Und dann dieser unverwechselbare Klang. Eine hoch energetische Mischung aus Pop, Triphop, Jazz, Alternative und treibenden elektronischen Elementen erwartet die Besucher des St. Ingberter Jazzfestivals.

Son Del Nene (Foto: Petra Kellner Medium)
Son Del Nene (Foto: Petra Kellner Medium)

Ein Abend der Kontraste, denn den deutschen Musikern folgt die Gruppe Son del Nene aus Kuba. Sechs Musiker rund um den Sänger El Nene, mit bürgerlichem Namen Pedro Lugo Martinez. Auf der Bühne wirkt er wie eine jüngere Version des weltberühmten Ibrahim Ferrer (Buena Vista Social Club), dem er nicht nur optisch zum Verwechseln ähnlich sieht, sondern mit dem er auch weltweit tourte. Von den "alten Herren" hat er gelernt wie man den "Son Cubano" – den Klang Kubas - authentisch singt. Mit seiner siebenköpfigen Band Son del Nene sorgt er in Europa immer wieder für große Begeisterung. In Wim Wenders Kinofilm "Musica Cubana – The Sons of Buena Vista“ spielte El Nene eine der Hauptrollen in den eindrucksvollen, musikalischen Passagen.

Ganz am Schluss, am vierten Festivaltag, Sonntag, 31. März 2019 steht Weltstar Al di Meola aus den USA auf der Bühne der Stadthalle. Sein Auftritt wird sich rund um die neue CD "Opus" drehen. Al Di Meola ist ein Pionier im Vermischen von Weltmusik, Rock und Jazz. Sein Gespür für komplexe Rhythmusstrukturen, kombiniert mit melodischem Songwriting und faszinierenden Harmonien, war schon immer das Herzstück seiner Musik und über 40-jährigen Karriere. Zu dem Album Opus meint der Künstler, es wäre das erste, das er produzierte, als er glücklich war. Und er hat seine italienische Wurzel wiederentdeckt. Ein Wiegenlied für seine Tochter ist darunter und eine Nummer, die entstand, als er in das Dorf im italienischen Süden kam, in dem sein Großvater als Kind gelebt hatte.


Eintrittskarten:

Karten gibt's bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen und unter www.reservix.de. Hotline für Ticketbuchungen: 01806 700 733 rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen (0,14 Euro/Minute aus dem deutschen Festnetz; aus dem Mobilfunknetz höchstens 0,42 Euro/Minute (§66a TKG)).

Weitere Informationen:
www.experience-jazz.de
www.facebook.com/jazzfestivalsantkingbert

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