Ein Leben zwischen Hollywood und Klassik: André Previn ist tot

Ein Leben zwischen Film, Jazz und Oper

Ein Nachruf von Kai Clement zum Tod des Dirigenten, Komponisten und Pianisten André Previn

Audio: Kai Schmieding / Kai Clement, Foto: A.P. Mutter   01.03.2019 | 07:45 Uhr

Der Dirigent, Komponist und Pianist André Previn ist im Alter von 89 Jahren in Manhattan gestorben. Er jazzte mit Gillespie, dirigierte das London Symphonie Orchestra und die Los Angeles Philharmonics, komponierte Opern und rund 40 Filmmusiken. Fünfmal war André Previn verheiratet, auch mit Mia Farrow und Stargeigerin Anne-Sophie Mutter. Ein Nachruf von Kai Clement.

André Previn kam am 6. April 1929 unter dem Namen Andreas Ludwig Priwin in Berlin zur Welt. Der Pianist, Komponist und Dirigent hatte weder mit klassischer Oper noch mit Jazz Berührungsängste. Auch in Hollywood gehörte er mit seinen Kompositionen zu den ganz Großen: Vier "Oscars" und zehn "Grammys" waren der Lohn für seine rund 40 Film-Musiken.

Zwei Opern

Seinen Soundtrack zu "Endstation Sehnsucht" (A Streetcar Named Desire) arbeitet Previn in den 1990er Jahren zu seiner ersten Oper um, in den 2000er Jahren folgte seine letzte Oper "Brief Encounter", die er ebenfalls auf Basis seiner eigenen Filmmusik aus dem Jahr 1945 gestaltet hatte.

Vier Academy Awards für die beste Musik

Oscar-gekrönt wurden Previns Kompositionen für "Gigi" (USA 1958)“, "Porgy and Bess" (USA 1959), "Irma la Douce" (USA 1963) sowie "My Fair Lady“ (USA 1964).

Fünf Ehen

Previn war fünf Mal verheiratet, u. a. mit der amerikanischen Schauspielerin Mia Farrow und der deutschen Stargeigerin Anne-Sophie Mutter.

Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 01.03.2019 auf SR 2 KulturRadio.