CD Cover: Natascha Wodin - Sie kam aus Mariupol (Foto: argon edition)

Joseph-Breitbach-Preis für Natascha Wodin

Leonie Berger   17.09.2022 | 14:16 Uhr

Die Schriftstellerin Natascha Wodin wurde unter anderem mit ihrem Roman "Sie kam aus Mariupol" bekannt, in dem sie ihre eigene Familiengeschichte erkundet und sich vor allem mit dem Leben ihrer Mutter auseinandersetzt. Auch in ihrem im vergangenen Jahr erschienen Roman "Nastjas Tränen" spielt ihre Mutter und ihre eigene Herkunft eine Rolle. Am 16. September ist die 76-Jährige mit dem mit 50.000 Euro dotierten Joseph-Breitbach-Preis für ihr literarisches Werk ausgezeichnet worden.

Aus dem Urteil der Jury: „Als Kind sowjetischer Zwangsarbeiter nimmt die in Deutschland geborene, russisch-ukrainischstämmige Autorin Natascha Wodin in ihrem Buch 'Sie kam aus Mariupol' den historischen Komplex von Schuld und Scham in den Blick, der auch nach Jahrzehnten noch in unsere Gegenwart reicht. Auch ihr jüngster Roman 'Nastjas Tränen erzählt von den Spuren politischer Erschütterungen in persönlichen Beziehungen, die auch ihre früheren Bücher prägen und einen singulären geschichtlichen Zugang eröffnen.“

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Joseph-Breitbach-Preis für Natascha Wodin
Audio [SR 2, Leonie Berger , 17.09.2022, Länge: 03:52 Min.]
Joseph-Breitbach-Preis für Natascha Wodin

Natascha Wodin, 1945 im bayerischen Fürth geboren, wuchs erst in deutschen Lagern für „Displaced Persons" auf, dann in einem katholischen Mädchenheim. Ihr Romandebüt "Die gläserne Stadt" erschien 1983, es folgten zahlreiche Veröffentlichungen, darunter die Romane „Nachtgeschwister“, „Irgendwo in diesem Dunkel“ und „Sie kam aus Mariupol“, für den sie u.a. 2017 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde.

Ein Thema in der Sendung "Der lange Samstag" am 17.09.2022 auf SR 2 KuturRadio. Das Foto ganz oben zeigt das CD-Cover von Natascha Wodin - Sie kam aus Mariupol (Bildquelle: Argon-Verlag)

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