Die französische Übersetzerin Barbara Fontaine (Foto: Yannis Tsigiannis/Pressefoto)

Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis 2022 für Barbara Fontaine

Im Jahr 2022 geht der vom SR initiierte Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis an die französische Übersetzerin Barbara Fontaine.

Tilla Fuchs   19.07.2022 | 15:29 Uhr

Der mit 10.000 Euro dotierte Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis der Stiftung des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes (Stiftung ME Saar), der Stadt Sulzbach und des Saarländischen Rundfunks (SR) würdigt das Andenken des bedeutenden Sulzbacher Übersetzers und Autors.

Im Jahr 2022 geht der vom SR initiierte Preis an die französische Übersetzerin Barbara Fontaine.

Ausgeprägtes Rhythmusgefühl

Barbara Fontaine übersetzt mit großer Eleganz und Feinsinnigkeit aktuelle Belletristik aus dem Deutschen ins Französische. Werke von Autorinnen und Autoren wie Katja Lange-Müller, Ursula Krechel oder Thomas Hettche hat sie mit einem ausgeprägten Rhythmusgefühl übersetzt.

Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis 2022 für Barbara Fontaine
Audio [SR 2, Tilla Fuchs, 20.07.2022, Länge: 04:05 Min.]
Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis 2022 für Barbara Fontaine

Erhält 2008 den André Gide Preis

Barbara Fontaine wurde 1968 in Paris geboren, wo sie Germanistik und Romanistik studiert hat. Seit 1999 übersetzt sie hauptberuflich Werke zeitgenössischer deutscher Autorinnen und Autoren. Für ihre Übertragung von Stefan Wackwitz‘ Roman „Ein unsichtbares Land“ wurde sie 2008 mit dem André Gide Preis ausgezeichnet. Seit 2009 unterrichtet sie an Universitäten, unter anderem in Paris und Brüssel.

Barbara Fontaine lebt in Paris und reist häufig nach Berlin. Von April 2022 bis März 2023 ist sie im Rahmen des Villa Concordia-Stipendiums des Freistaats Bayern zu Gast in Bamberg, wo sie aktuell ihre französische Übersetzung von Hans-Ulrich Treichels Roman „Schöner denn je“ vollendet.

SR-Intendant Martin Grasmück:

Übersetzerinnen und Übersetzer bauen mit ihrer kreativen Arbeit eine wichtige Brücke zwischen Ländern und Kulturen. Indem sie die Sprache von Autorinnen und Autoren in all ihren Facetten für die Leserinnen und Leser in anderen Ländern übertragen, leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag zur Völkerverständigung und zur Teilhabe am kulturellen Erbe.

Die Jurorinnen des Eugen-Helmlé-Übersetzerpreises 2022 waren die Berliner Journalistin Susanne von Schenck, die Literaturbeauftragte der Direction Régionale des Affaires Culturelles (DRAC) der Region Grand Est in Metz, Colette Gravier, und Tilla Fuchs, Literaturredakteurin (Saarländischer Rundfunk).

Preisträgerinnen und Preisträger

Tobias Scheffel (2005), Claude Riehl (2006), Andrea Spingler (2007), Nicole Bary (2008), Lis Künzli (2009), Olivier Le Lay (2010), Holger Fock und Sabine Müller (2011), Alain Lance und Renate Lance-Otterbein (2012), Jürgen Ritte (2013), Cécile Wajsbrot (2014), Hinrich Schmidt-Henkel (2015), Anne Weber (2016), Simon Werle (2017), Olivier Mannoni (2018), Sonja Finck (2019) Corinna Gepner (2020) und Andreas Jandl (2021).

Infos zur Verleihung

Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis 2022
Mittwoch, 7. September, 19.00 Uhr
Aula Sulzbach


Das Audiobild zeig die Begrüßung durch den Sulzbacher Bürgermeister Michael Adam bei der Verleihung des Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis 2018 (Foto: Martin Breher / SR).

Das Bild ganz oben zeigt die französiche Übersetzerin Barbara Fontaine (Foto: Yannis Tsigiannis/Pressefoto). Ein Thema u. a. in der Sendung "Literatur im Gespräch - Das Magazin" vom 20.07.2022 auf SR 2 KulturRadio.

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