Michel Houellebecq: "Vernichten"

Michel Houellebecq: "Vernichten"

Der BuchTipp

Julia Borutta. Onlinefassung: Rick Reitler   11.01.2022 | 06:45 Uhr

Das "Enfant terrible" der französischen Literatur hat wieder zugeschlagen: Am 11. Januar erscheint Michel Houellebecqs Buch "Vernichten" auch auf deutsch. Und allein der Titel lässt schon all die Abgründe vermuten, für die der Skandalautor seit Jahren steht.

Im fast 700 Seiten starken Roman geht es um die Präsidentschaftswahl im Jahr 2027 und um das rechtsextrem wählende Paar Paul und Prudence. Hauptschauplatz ist in weiten Strecken das französische Wirtschaftsministerium. Julia Borutta stellt das in den französischen Feuilletons erneut zwiespältig aufgenommene Buch vor.


Das Buch

Michel Houellebecq
Vernichten

Originaltitel: "Anéantir"
Aus dem Französischen übersetzt von  Stephan Kleiner und Bernd Wilczek

Dumont Verlag 2021
624 Seiten. 28,00 Euro
ISBN: 978-3-8321-8193-2


Der andere Blickwinkel:

Über Houellebecqs neueste Roman-Dystopie
Audio [SR 2, Kai Schmieding / Tilla Fuchs, 11.01.2022, Länge: 05:23 Min.]
Über Houellebecqs neueste Roman-Dystopie
Der jüngste Streich des französischen Skandalautors Michel Houellebecq wurde bereits vor seinem offiziellen Erscheinungstermin im Internet geleakt, so dass nahezu alle großen Medien die Sperrfrist für ihre Besprechungen ignoriert haben. Doch deren Hoffnungen auf ein Werk voller Provokationen, Sex und Abgründe haben sich diesmal nicht erfüllt, meint Tilla Fuchs aus der SR-Literaturredaktion: Houellebecq habe vielmehr eine traurige Familiengeschichte des Jahres 2027 zu Papier gebracht, die allerdings in einer beängstigenden Welt im Wandel spielt. Ein Interview.


Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" am 11.01.2022 auf SR 2 KulturRadio.

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