Frankfurter Buchmesse 2021 mit deutlich weniger Andrang

Deutlich weniger Andrang

Ein Fazit zur Frankfurter Buchmesse 2021

Alexander Schmitt. Onlinefassung: Rick Reitler   25.10.2021 | 07:10 Uhr

Mit "nur" 73.500 Literaturfans fanden 2021 deutlich weniger Menschen als in den Jahren zuvor den Weg in die Frankfiurter Messehallen - gemessen an 2019 nur etwa ein Viertel. Buchmessen-Chef Juergen Boos geht davon aus, dass die Messe sich in Zukunft "neu zusammensetzen" wird.

Die Frankfurter Buchmesse ist schon wieder vorbei. In diesem Jahr nach der Corona-Pause durfte die Messe mit ihren 1400 Veranstaltungen aber wieder zumindest mit einer begrenzten Publikumszahl stattfinden.

Nur 25 Prozent des gewohnten Andrangs

Mit 73.500 Literaturfans fanden denn auch deutlich weniger Menschen als in den Jahren zuvor den Weg in die Messehallen - nur etwa ein Viertel, gemessen an 2019. Buchmessen-Chef Juergen Boos geht davon aus, dass die Messe sich in Zukunft "neu zusammensetzen" wird. Der Leiter der Frankfurter Verlagsanstalt, Joachim Unseld, hofft für 2022 dagegen wieder "auf eine richtige, eine normale, eine physische Buchmesse".

Debatte um Meinungsfreiheit und Rassismus

Überschattet war die Messe durch eine Rassimus-Debatte, die u. a. die Autorin Jasmina Kuhnke angestoßen hatte: Sie blieb, wie einige andere Autorinnen und Autoren auch, Frankfurt aus Protest fern, um ein Zeichen gegen "rechte Verlage" zu setzen. Buchmessen-Chef Boos aber will die umstrittenen Verlage aber auch in Zukunft zulassen, um die Meinungsfreiheit nicht zu unterdrücken: "Wir würden sonst die Buchmesse nachhaltig beschädigen", so Boos.


Ein Kommentar zur Frankfurter Buchmesse
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Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" am 25.10.2021 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben zeigt Publikum auf der Frankfurter Buchmesse 2021 (Foto: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow).

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