Initiative "Fair Lesen" fordert mehr Geld für die Buchbranche

Initiative "Fair Lesen" fordert mehr Geld für die Buchbranche

Ein Gespräch mit Martin Riethmüller über die Ziele der Initiative "Fair Lesen"

Jochen Erdmenger. Onlinefassung: Rick Reitler   20.10.2021 | 07:40 Uhr

Der Buchhändler Martin Riethmüller, Mitstreiter der Initiative "Fair Lesen", hat im SR-Interview eine gerechtere Entlohnung für Angehörige der Buchbranche gefordert. Gerade die E-Book-Textausleihe und der Umgang mit Urheberrechten mache den Betroffenen zu schaffen.

Schon lange kann man Bücher nicht nur als Kodex aus Papier verschlingen - schließlich lassen sich auch lange Texte auf E-Book-Readern oder anderen digitalen Endgeräten ganz gut lesen. Gerade unterwegs ist es ja ganz praktisch, eine ganze Bibliothek bei minimalem Platzbedarf dabei haben zu können.

Problem Ausleihe

Doch das birgt möglicherweise auch Schattenseiten für Autoren, Verlegerinnen und Buchhändler - nämlich genau dann, wenn E-Books ausgeliehen werden. Darauf aufmerksam zu machen, ist der Initiative "Fair Lesen" zum Start der Frankfurter Buchmesse ein besonderes Anliegen.

Staat gefragt

Im Gespräch mit SR-Moderator Jochen Erdmenger erläutert Martin Riethmüller, Geschäftsführer der Osianderschen Buchhandlung, den Standpunkt der Initiative "Fair Lesen". Er fordert ein Eingreifen des Staates, um der Buchbranche eine gerechte Entlohnung zu gewährleisten. Auch das aktuelle Urheberrecht mache den Betroffenen das Leben schwer. Immerhin gehe es auch um Bildung, gab Riethmüller zu bedenken.

Mehr im Netz: initiative-fair-lesen.de


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Ein Thema u. a. in der Sendung "Der Morgen" am 20.10.2021 auf SR 2 KulturRadio. Das Symbolbild ganz oben zeigt einen Kindle-E-Book-Reader vor dem Regal einer Bibliothek (Foto: picture alliance/dpa | Bernd Weissbrod).

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